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Highlights am Nachthimmel: August 2025

Lee Sproats
Lee Sproats
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31. Juli 2025
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Für Beobachter in Norddeutschland und in weiten Teilen Nordeuropas beginnt im August die Zeit, in der der Himmel nach Sonnenuntergang wieder wirklich dunkel wird – das heißt, dass die Beobachtungs- und Fotografie-Saison erneut beginnt und bis Ende März/Anfang April des nächsten Jahres andauert.

Simulierte Ansicht des Nachthimmels von München in den Abendstunden um die Monatsmitte im August.
Cometron 7x50 Fernglas (#824305 , € 65,- )

Von einem dunklen Beobachtungsort aus sehen Sie, wie die Milchstraße mit ihren reichen Sternfeldern sich vom Südhorizont hoch über Ihren Kopf hinweg und weiter bis zum Nordosthorizont erstreckt. Jetzt ist die beste Zeit, unsere galaktische Heimat mit Ferngläsern wie dem leichten Cometron 7x50 Fernglas (#824305 , € 65,- ) mit seinem 6,8° großen Gesichtsfeld zu erkunden – lassen Sie sich von den Anblicken verblüffen!

Die Frühlings-/Frühsommer-Sternbilder, darunter Bootes, Herkules und die Nördliche Krone, nähern sich bis zum späteren Abend dem Westhorizont. Die Sommer-Sternbilder Schwan (Cygnus), Leier (Lyra) und Adler (Aquila) stehen dagegen hoch am Himmel. Die Region des galaktischen Zentrums um die Konstellationen Schütze (Sagittarius), Schild (Scutum) und Skorpion (Scorpius) liegt im Süden und ist voller Himmelsjuwelen, wie dem Lagunennebel (M8), der Sagittarius-Sternwolke (M24) und dem Adlernebel (M16) – um nur einige zu nennen (siehe mehr in unserem Artikel vom Juli 2024).

Im Osten erscheinen bereits mit Einbruch der Dunkelheit die Herbst-Sternbilder Pegasus, Andromeda und Dreieck (Triangulum) – der Herbst ist also nicht mehr fern.

Gegen Abend zeigt sich der beringte Gasriese Saturn am östlichen Himmel. Der andere Gasriese Jupiter und der innere Planet Venus gehen rund vier Stunden später auf. Wenn der Himmel wieder heller wird, hat Saturn den Meridian bereits überschritten und Jupiter sowie Venus sind leicht zu sehen – beide kommen sich am Morgen des 12. August nahe. Merkur wird ebenfalls am Morgenhimmel sichtbar und erreicht seine größte Höhe vor Sonnenaufgang am 21. August. Zu dieser Zeit zeigt sich auch bereits das bekannte Winter-Sternbild Orion.

Auch wegen des Maximums des berühmten Perseiden-Meteorschauers am 12.08. fiebern Beobachter und Astrofotografen dem August entgegen. Die beste Beobachtungszeit ist zwischen Mitternacht und der Morgendämmerung. Beim Schauer 2025 fällt das Maximum allerdings drei Tage nach Vollmond, daher sind die Bedingungen leider nicht ideal – viele der schwächeren Meteore gehen durch die Himmelsaufhellung verloren oder sind schwer zu sehen.

Highlights am Nachthimmel im August 2025

Nahe Begegnung von Venus und Jupiter am Morgen des 12. August, gesehen mit einem Celestron StarSense Explorer 150mm Tabletop Dobson (#822127 , € 719,- ) und einem X-Cel LX 18mm Okular (#821250 , € 119,- )
  • 1. August: Mond im ersten Viertel
  • 6. August: Enge Begnung von Saturn und Neptun
  • 9. August: Vollmond
  • 12. August: Enge Begegnung von Venus und Jupiter am Morgenhimmel (~1° Abstand); Maximum der Perseiden
  • 14. Aug. Venus in größter Höhe am Morgenhimmel vor Sonnenaufgang
  • 16. Aug. Mond im letztes Viertel; enge Begegnung von Mond und Plejaden am Morgenhimmel
  • 19. Aug. Merkur in größter westlicher Elongation; enge Begegnung von Mond und Jupiter
  • 20. Aug. Enge Begegnung von Mond und Jupiter
  • 21. Aug. Merkur in größter Höhe am Morgenhimmel; enge Begegnung von Mond und Merkur
  • 23. Aug. Neumond
  • 26. Aug. Enge Begegnung von Mond und Mars
  • 31. Aug. Mond im ersten Viertel
Merkur, Venus, Jupiter und die schmale Mondsichel am Morgen des 20. August – ein schönes Motiv für die Fotografie. Rechts des Planeten­treffens ist das Winter-Sternbild Orion zu sehen.

Im Fokus: Sommerdreieck

Mitte des Monats steht in den Abendstunden das Sternbild Schwan (Cygnus) im Zenit, mit der Leier (Lyra) westlich davon und dem Adler (Aquila) südlich davon.

Die hellsten Sterne dieser drei Sternbilder – Albireo im Schwan, Wega in der Leier und Altair im Adler – Asterismus namens Sommerdreieck – ein Sternmuster, das kein offizielles Sternbild ist. Letzten Monat haben wir die kleinen, lichtschwachen Sternbilder Fuchs (Vulpecula) und Pfeil (Sagitta) betrachtet, die innerhalb des Sommerdreiecks liegen.

Sommerdreieck

Dieses Himmelsgebiet – besonders die Region um den Schwan – ist ein Paradies für Beobachter und Astrofotografen. Hier gibt es viele Himmelsobjekte zu entdecken, egal ob mit Ferngläsern oder mit einem Teleskop. Für Astrofotografen bietet die Region eine große Auswahl an Objekten unterschiedlicher Helligkeit und Ausdehnung – passend zu den vielen Öffnungen und Brennweiten, die Celestron anbietet: Von den Advanced VX (deutsche) parallaktischen Montierungen und den RASA Weitfeld-Astrografen bis hin zu den langbrennweitigen SCT oder EdgeHD Serien auf unterschiedlichen Montierungen.

Für Aufnahmen von Deep-Sky-Objekten arbeitet man bevorzugt mit einer computergesteuerten deutschen (parallaktischen) Montierung oder einem alt-azimutalen Teleskop auf einer Wedge (Polhöhenwiege). Der Grund: Die Sterne beschreiben am Himmel einen Bogen, und auf einer azimutalen Montierung behält die Kamera ihre Ausrichtung zum Boden bei. Nur mit einer parallaktischen Montierung dreht sie sich mit den Sternen mit, und es gibt bei langen Belichtungszeiten keine Bildfeldrotation. Dazu sind in der Regel ein Leitfernrohr oder ein Off-Axis-Guider, eine Guiding-Kamera und ein Computer mit Guiding-Software nötig, um während jeder einzelnen Langzeitbelichtung präzise nachzuführen und punktförmige Sterne zu erhalten.

Celestrons StarSense Autoguider V2 (#825116 , € 879,- ) mit seinem neuen, empfindlicheren Sensor und der patentierten StarSense-Technologie bietet eine All-in-one-Lösung für automatische Teleskopausrichtung, präzises GOTO der Montierung und Autoguiding – ganz ohne externen Computer und komplexen Aufbau.

Um zu sehen, wo viele Deep-Sky-Objekte liegen, ist Celestrons kostenlose SkyPortal-Planetariums-App für iOS/Android sehr hilfreich. Wer diese und andere Himmelsobjekte mit einem leicht aufzubauenden und einfach zu bedienenden Teleskop beobachten möchte, dem sei die StarSense Explorer-Serie empfohlen, die Celestrons StarSense Explorer-Technologie für präzises Pointing nutzt. Diese Teleskope sind als Refraktoren mit 80–102 mm, als Schmidt-Cassegrains mit 5″ und 6″ sowie als Newton-Reflektoren von 114 mm bis 12″ Öffnung erhältlich.

Schauen wir uns nun die Region des Sommerdreiecks an und eine kleine Auswahl an Deep-Sky-Schätzen – wir beginnen im Adler und bewegen uns dann nach Norden.

Aquila, der Adler

Dieses Sternbild ist eines von 15 am Himmels-Äquator und mit etwas über 650 Quadratgrad das 22.-größte Sternbild am Himmel. Es hat zehn benannte Sterne – der hellste davon ist Altair mit einer Helligkeit von ~0,8 mag. Das Sternbild enthält keine Objekte aus dem berühmten Messier‑Katalog der Deep‑Sky‑Objekte.

NGC 6781 – simulierte Ansicht durch ein 8" SC-XLT Tubus (OTA) mit 3" Schiene (76mm) (#820160X , € 1379,- ) mit einem Luminos 10 mm Okular (#810257 , € 169,- )

NGC 6781: Dieser planetarischer Nebel der Helligkeit 11,4 mag ist im englischen Spracxhraum auch als Snowglobe Nebula bekannt, also Schneekugel-Nebel. Er hat einen scheinbaren Durchmesser von 1,8′. Sichtbar in Teleskopen ab 6″ Öffnung; größere Instrumente zeigen Helligkeitsunterschiede im Nebel. Für die Beobachtung empfiehlt sich eine Vergrößerung von 100× oder mehr.

NGC 6760: Ein Kugelsternhaufen der Helligkeit 9,1 mag und etwa 5′ scheinbarer Größe, der schon in Ferngläsern wie dem Celestron SkyMaster 15x70 und auch in kleinen Teleskopen sichtbar ist.

Barnards E – simulierte Ansicht durch SkyMaster 15x70 (#821430 , € 139,- )

Barnard 142 & 143: „Barnards E“ besteht aus zwei Dunkelnebeln in Form eines großen „E“ mit etwa 0,5° scheinbarer Größe. Unter sehr dunklem Himmel ist er schon mit Ferngläsern wie dem SkyMaster 15x70 (#821430 , € 139,- ) sichtbar.

Lyra, die Leier

Das kleine Sternbild Leier enthält Wega, den fünfthellsten Stern am Himmel (Helligkeit +0,03 mag) mit einer umgebenden Staubscheibe und einem möglichen, jupitergroßen Planeten – diese bleiben in Amateurteleskopen aber unsichtbar. Epsilon Lyrae ist ein Mehrfachsystem – oft „„Double Double“ (das "Doppelte Doppel") oder "der Vierfachstern in der Leier" genannt – und bereits mit kleinen Teleskopen zu trennen.

M57 – simulierte Ansicht durch ein StarSense Explorer 12" Dobson (#822122 , € 2099,- ) mit einem X-Cel LX 9mm Okular (#821246 , € 119,- )

M57: Der Ringnebel ist einer der meistbeobachteten und -fotografierten Planetarischen Nebel und einer von nur vier seiner Art im Messier‑Katalog. Er liegt ungefähr auf halber Strecke zwischen den unteren beiden Sternen der Leier – Beta und Gamma Lyrae. Mit einer Helligkeit von 8,8 mag und einer kleinen Ausdehnung von ~1,5 × 1,0 Bogenminuten ist er in 6″–8″‑Teleskopen mit längerer Brennweite am besten zu sehen/fotografieren. Der Zentralstern hat etwa 14,8 mag und ist daher nur in sehr großen Öffnungen sichtbar.

Cygnus, der Schwan

Weiter geht es mit dem nördlichen Teil des Sommerdreiecks – einem sehr beliebten Gebiet für Beobachter und Fotografen. Cygnus (Schwan) bedeckt etwas mehr als 800 Quadratgrad und ist damit das sechzehntgrößte Sternbild. Fünf seiner Sterne bilden den Asterismus des „Nördlichen Kreuzes“.

Kokon­nebel – simuliertes Bild durch ein Celestron Origin – Intelligent Home Observatory (#821880 )

Albireo (Beta Cygni): Gilt als einer der schönsten Doppelsterne des Himmels – mit einem goldgelben Hauptstern (3,1 mag) und einem blauen Begleiter (5,1 mag) in 34,3″ Abstand. Schon 10×50‑Ferngläser wie das UpClose G2 10x50 - Porro (#824256 , € 62,- ) zeigen dieses Paar.

IC 5146: Der Kokonnebel ist ein Sternhaufen mit Emissionsnebel (ca. 7,2 mag) von rund 10′ scheinbarer Größe. Für Fotos lohnt es, den Kokon im Bild etwas zu versetzen, sodass die dunklen Staubbahnen, die „hinter ihm herziehen“, mit aufs Bild kommen.

Simulierte Ansicht der Feuerwerksgalaxie NGC 6946 mit einem CGX-L 925 EdgeHD (#823255X , € 7399,- ) und APS‑C‑Sensor.

NGC 6946: Eine von oben (face‑on) sichtbare, intermediäre Spiralgalaxie mit ~9,6 mag Helligkeit und ~13′ scheinbarem Durchmesser, in etwa 25 Millionen Lichtjahren Entfernung. Wegen der bislang dort beobachteten 10 Supernovae im letzten Jahrhundert wird sie auch „Feuerwerksgalaxie“ genannt (zum Vergleich: in unserer Milchstraße waren es im gleichen Zeitraum ~2).

Nordamerikanebel und sein Nachbar, der Pelikannebel – simulierte Aufnahme mit Vollformatkamera und einem RASA 11" - Rowe-Ackermann Schmidt Astrograph (V2) (#822253 , € 4149,- )

NGC 7000: Wegen seiner Form oft „Nordamerikanebel“ genannt. Er hat eine Helligkeit von ~4 mag, ist etwa 1.600 Lichtjahre entfernt und rund 100 Lichtjahre groß. Der Nebel ist sehr ausgedehnt – er erscheint mehr als viermal so groß wie die Vollmondscheibe. Trotz geringer Flächenhelligkeit ist er an einem dunklen Standort im Fernglas und Teleskop sichtbar.

NGC 6888: Der „Sichelnebel“ mit ~7,5 mag Helligkeit und ~18 × 12′ Ausdehnung. Er entsteht durch den starken Sternwind des Sterns HD 192163 (WR 136), eines heißen, alten, massereichen Wolf‑Rayet‑Sterns mit raschem Massenverlust. Visuell ist er in kleinen Teleskopen anspruchsvoll; empfohlen werden Öffnungen ab ~200 mm sowie ein UHC‑ oder OIII‑Filter.

Der Schleiernebel ist der sichtbare Teil der Cygnus‑Bogens, eines alten Supernova-Überrests in ~1.500 Lichtjahren Entfernung und ~90–110 Lichtjahren Größe. Am Himmel umfasst der Bogen etwa 3° (~6 Vollmonddurchmesser). Der Schleiernebel gliedert sich in drei Hauptbereiche:

  • Westlicher Schleier (NGC 6960), auch „Hexenbesen“ genannt; der westlichste Teil des Nebels.
  • Flemings Dreieck (oder Pickerings Dreieck) zwischen West- und Ostteil am Nordrand
  • Östlicher Schleier mit den hellen Bereichen NGC 6992, NGC 6995 und IC 1340.
Schleiernebel – Bildfeld mit einem CGX 800 RASA (#823228X , € 5149,- ) und APS‑C‑Sensor.


Obwohl der Schleiernebel eine integrierte Helligkeit von ~7 mag besitzt, ist seine Flächenhelligkeit aufgrund der großen Ausdehnung gering – in städtischen, lichtverschmutzten Gebieten daher schwer zu sehen. Ein z.B. Baader OIII‑Filter kann bei der Beobachtung helfen. Für Aufnahmen lässt sich ein großer Teil des Schleiers mit dem Celestron RASA 8 und einem APS‑C‑Sensor abbilden (siehe simuliertes Bild).

Alle Himmelsereignisse 2025

In unserer Himmelsvorschau für 2025 finden Sie ausführliche Informationen, mehreren Planetenoppositionen und bedeutende Meteorströme wie die Perseiden und Geminiden.

Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.