Celestron

Saturnbeobachtung im Winter

Team Baader Planetarium
Team Baader Planetarium
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7. Oktober 2026
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Saturn wird von vielen Sternfreunden als der schönste Planet unseres Sonnensystems angesehen – mit seiner angenehm ruhigen, gelblichen Färbung, den dezenten Wolkenbändern in seiner Atmosphäre und vor allem seinem einzigartigen, markanten Ringsystem. Er ist der am weitesten entfernte Planet, der mit bloßem Auge sichtbar ist, und sowohl Einsteiger als auch erfahrene Astronomen beobachten ihn immer wieder gerne mit ihren Teleskopen. Der Planet wird schon bald besonders günstig für Beobachtungen stehen, sodass jetzt und in den kommenden Monaten der ideale Zeitpunkt ist, sich auf die Saturn-Opposition vorzubereiten.

Saturn ist der sechste Planet von der Sonne und umkreist sie in einer durchschnittlichen Entfernung von etwa 1,4 Milliarden Kilometern mit einer Umlaufzeit von 29,4 Erdenjahren. Er ist der zweitgrößte Planet im Sonnensystem und hat etwa neunfachen Erddurchmesser. Saturn wird auch „Ringplanet“ oder etwas augenzwinkernd, als "Herr der Ringe" bezeichnet. Die Ringe des Saturn, die den Planeten entlang seiner Äquatorebene umkreisen, haben einen Durchmesser von etwa 280.000 km beziehungsweise rund das 22-Fache des Erddurchmessers. Dennoch sind seine Hauptringe nur etwa zehn Meter dick. Die Ringe bestehen aus Milliarden Eis- und Gesteinsbrocken, deren Größe von kleinen Körnern bis hin zu auto- und hausgroßen Fragmenten reicht. Man geht davon aus, dass es sich dabei um Überreste von Asteroiden, Kometen und möglicherweise Monden handelt, die durch die Gravitation des Planeten auseinandergerissen wurden.

Sichtbarkeit

Seit Mai 2026 hat sich Saturn allmählich von einem Objekt des frühen Morgenhimmels, das kurz vor der Sonne aufging, zu einem Ziel am frühen Abend entwickelt. Dadurch ist er für Astronomen weltweit leichter zugänglich für Beobachtung und Fotografie.

Saturns Position am Nachthimmel gegen Mitternacht am Tag seiner Opposition am 4. Oktober

Der Planet steht am 4. Oktober in Opposition. Das bedeutet, dass Sonne, Erde (in der Mitte) und Saturn auf einer Linie liegen, wobei Saturn der Sonne am Himmel gegenübersteht. Zu diesem Zeitpunkt befindet er sich etwa 1,26 Milliarden Kilometer beziehungsweise 8,4 Astronomische Einheiten oder rund 70 Lichtminuten von der Erde entfernt. Saturn ist die ganze Nacht hindurch mit +0,3 mag sichtbar. Gleichzeitig erreicht er seine größte scheinbare Ausdehnung: Die Planetenscheibe misst knapp 20 Bogensekunden, einschließlich des Ringsystems etwa 45 Bogensekunden.

Zum Zeitpunkt der Opposition befindet sich der Planet knapp südlich der Ekliptik an der Grenze zwischen den Sternbildern Fische und Walfisch und erreicht beim Meridiandurchgang von München aus gesehen eine Höhe von etwa 44º über dem Horizont. Da sich in dieser Himmelsregion keine anderen wirklich hellen Sterne befinden, sollte der mit etwa +0,3 mag leuchtende Planet leicht zu finden sein!

Am 26. Juli begann Saturn seine rückläufige Bewegung, das heißt, der Planet bewegte sich relativ zu den Hintergrundsternen westwärts. Am 11. Dezember kehrt er wieder zu seiner ostwärts gerichteten, rechtläufigen Bewegung zurück.

Saturns Position relativ zu den Hintergrundsternen von Oktober 2026 bis März 2027
Detailansicht mit Saturns Position relativ zu den Hintergrundsternen von Oktober 2026 bis März 2027

Saturn bleibt auch in den kommenden Monaten am Abendhimmel sichtbar, bis er im März 2027 schließlich in der Dämmerung nahe der untergehenden Sonne verschwindet. Kurz bevor sich der Planet vom Abendhimmel verabschiedet, wird seine scheinbare Scheibengröße auf etwas mehr als 16 Bogensekunden zurückgegangen sein.

Um Saturn am Nachthimmel zu finden, können Sie die KOSTENLOSE StarSense Explorer App von Celestron für iOS/Android verwenden, die auch als eigenständige Planetariums-App genutzt werden kann. Die App zeigt Ihnen außerdem die Positionen der hellsten Saturnmonde rund um den Planeten.

Screenshots der StarSense Explorer App mit dem Himmelsbereich um Saturn, einer vergrößerten Ansicht von Saturn mit den Positionen seiner Monde sowie Informationen über Saturn

Da Saturn in den kommenden Wintermonaten sichtbar sein wird, ist jetzt eine hervorragende Zeit, diesen spektakulären Ringplaneten genauer zu beobachten.

Saturn beobachten

Ferngläser

Natur- und Astronomie-Ferngläser mit typischen Vergrößerungen von 7x bis 10x, beispielsweise das UpClose G2 10x50 - Porro (#824256 , € 62,- ) , besitzen nicht genügend Vergrößerung, um Saturn detailliert zu beobachten, und zeigen ihn lediglich als winzige, nicht punktförmige Scheibe – man sieht, dass etwas an ihm anders ist, aber man erkennt nicht, was es ist. Selbst größere Astronomie-Ferngläser von Celestron wie das SkyMaster 25x100 (#821445 , € 499,- ) zeigen den Planeten nur als winzige längliche Scheibe, möglicherweise mit einer Andeutung der Ringe. Um Details auf dem Planeten, seinen Ringen und einigen der schwächeren Monde deutlich erkennen zu können, benötigen Sie ein Teleskop.

Teleskope

Jedes Teleskop aus dem Celestron Teleskop-Sortiment kann für die Beobachtung des Planeten verwendet werden. Wie immer gilt jedoch: Je größer die Teleskopöffnung, desto mehr Licht wird gesammelt, sodass schwächere und feinere Details auf Saturn, seinen Ringen und seinem Mondsystem sichtbar werden und desto höher kann vergrößert werden.

Teleskopbauart:

Teleskopöffnung:

  • Ein Teleskop mit etwa 70 mm Öffnung bei ungefähr 60- bis 70-facher Vergrößerung gilt üblicherweise als Mindestgröße, um Saturn erstmals deutlich als Planet mit Ringsystem zu erkennen. Das Bild bleibt dabei klein, mit einer Andeutung von Ausläufern – den Ringen – auf beiden Seiten. Mit einer Öffnung von etwa 100 bis 150 mm bei rund 150-facher Vergrößerung lassen sich die Ringe detaillierter beobachten und die Cassini-Teilung erkennen. Mit einem 150-mm-Teleskop treten auch die Wolkenbänder des Planeten deutlicher hervor, weitere Ringdetails werden sichtbar und einige der lichtschwächeren Monde lassen sich klarer erkennen.
  • Ein Teleskop mit 8”/200 mm Öffnung gilt unter Amateurastronomen häufig als echtes Arbeitstier, da es für viele einen idealen Kompromiss zwischen Lichtsammelvermögen, Transportabilität und Preis darstellt – mit anderen Worten einen „guten Allrounder“. Mit einem Instrument mit 8” Öffnung erhalten Sie bereits sehr gute Bilder von Saturn, seinen Wolkenbändern, Ringen und den wichtigsten Monden.
    Celestron bietet mit dem StarSense Explorer 8" Dobson (#822120 , € 1089,- ) ein Modell an, das die StarSense Explorer Technologie nutzt, um Ihnen beim Auffinden von Saturn und anderen Deep-Sky-Schönheiten zu helfen, von denen viele sehr lichtschwach und entsprechend schwierig zu finden sind. Wenn Sie ein kompaktes Instrument mit langer Brennweite und GoTo- sowie Nachführfunktion suchen, bietet sich das einfach aufzubauende und zu bedienende NexStar Evolution 8 (#821871 , € 2699,- ) an. Weitere Teleskope mit 200 mm/8” Öffnung finden Sie hier.

Okulare

Alle Celestron Okulare können zur Beobachtung von Saturn verwendet werden. Unsere Empfehlung für die Beobachtung dieses faszinierenden Planeten sowie für weitere Planeten- und Mondbeobachtungen sind jedoch die preiswerten, hochwertigen Okulare der Celestron X-Cel LX Serie.

Sie sind mit Brennweiten von 25 mm für niedrige Vergrößerungen über 18 mm, 12 mm, 9 mm, 7 mm und 5 mm bis hinunter zu 2,3 mm für die höchste Vergrößerung erhältlich und ermöglichen damit an praktisch jedem Teleskop ein großes Spektrum unterschiedlicher Vergrößerungen. Das letztgenannte Hochvergrößerungs-Okular sollte nur eingesetzt werden, wenn dadurch die nutzbare Maximalvergrößerung des Teleskops – die Celestron bei seinen Teleskopen häufig angibt – nicht überschritten wird und/oder wenn die Atmosphäre sehr ruhig ist.

Jedes X-Cel LX-Okular verfügt über ein scheinbares Gesichtsfeld von 60º, das sich ideal für die Planeten- und Mondbeobachtung eignet. Der Augenabstand von 16 mm sorgt auch für Brillenträger für einen angenehmen Einblick. Drehbare, heraus- und hineindrehbare Augenmuscheln erleichtern die korrekte Augenpositionierung. Darüber hinaus sind die Okulare parfokal, sodass beim Wechsel zwischen verschiedenen X-Cel Okularen nur wenig oder gar nicht nachfokussiert werden muss.

Zur weiteren Erweiterung des möglichen Vergrößerungsbereichs sind passende 2x und 3x Barlow-Linsen erhältlich. Diese verwenden hochwertige apochromatische Linsen für scharfe und kontrastreiche Bilder, ohne zusätzliche chromatische Aberration (Farbfehler) einzuführen.

Anders als beim Mond, der mit bestimmten Kombinationen aus Teleskop und Okular das gesamte Gesichtsfeld ausfüllen kann, erscheint Saturn wie jeder andere Planet stets nur als relativ kleine Scheibe. Beginnen Sie die Beobachtung von Saturn zunächst mit einem Okular für niedrige Vergrößerung wie dem X-Cel LX 25mm Okular (#821252 , € 119,- ) . Dadurch lässt sich Saturn leichter finden und im Gesichtsfeld Ihres Teleskopokulars zentrieren.

Nehmen Sie sich etwas Zeit, um die Ansicht bei niedriger Vergrößerung zu genießen, und wechseln Sie anschließend zum nächsthöher vergrößernden Okular mit kürzerer Brennweite, beispielsweise dem X-Cel LX 18mm Okular (#821250 , € 119,- ) . Beobachten Sie den Planeten erneut einige Zeit und wiederholen Sie den Vorgang anschließend mit dem nächsthöheren Vergrößerungsfaktor, beispielsweise dem X-Cel LX 12 mm Okular (#821248 , € 119,- ) . Schauen Sie ihn nicht nur an, sondern beobachten Sie ihn wirklich!

Mit zunehmender Vergrößerung wird das Bild dunkler. Irgendwann erreichen Sie einen Punkt, an dem das Bild zu weich oder unscharf erscheint. Wechseln Sie dann einfach wieder zum zuvor verwendeten Okular mit geringerer Vergrößerung. Ein weniger stark vergrößertes, kleineres und helleres Bild bietet in der Regel einen angenehmeren Anblick als ein größeres, weicheres und dunkleres Bild.

Häufig wird für die Saturnbeobachtung ein Vergrößerungsbereich von 100- bis 250-fach empfohlen, wobei etwa 120- bis 150-fach ideal ist, um den Planeten und einige Details zu sehen, ohne zu viel Bildqualität einzubüßen. Für feinere Details auf Planet und Ringen können 150- bis 200- oder sogar 250-fache Vergrößerungen verwendet werden, sofern das Teleskop und die atmosphärischen Bedingungen dies zulassen. Die beste beziehungsweise maximal sinnvolle Vergrößerung hängt jedoch von den atmosphärischen Bedingungen zum Beobachtungszeitpunkt und vom verwendeten Teleskop ab. Die höchste nutzbare Vergrößerung ist daher nicht immer gleich, sogar im Lauf in einer Nacht können Sie unterschiedlich hoch vergrößern!

Simulierte Ansichten von Saturn und seinen Monden kurz nach Mitternacht am Morgen des 4. Oktober durch ein 8” SCT/EdgeHD

Farbfilter

Planetenbeobachter verwenden häufig farbige visuelle Filter, da diese bestimmte sichtbare Merkmale auf den Planeten deutlicher hervorheben können. Celestron bietet hierfür das Okularfilter-Set, 1¼ Okularfilter-Set, 1¼" Okularfilter-Set, 1¼" (#820690 , € 59,- ) an, das Sie für die Beobachtung von Saturn und auch der anderen Planeten verwenden können.

Die Filter besitzen ein Gewinde und werden in die Steckhülse eines Okulars eingeschraubt. Sie können außerdem an der Steckhülse einer Barlow-Linse wie den X-Cel LX Modellen oder an der Steckhülse eines Zenitspiegels angebracht werden. Beide Varianten können praktisch sein, da der verwendete Filter beim Wechsel zwischen verschiedenen Okularen nicht jedes Mal entfernt und erneut angebracht werden muss.

Da Farbfilter einen Teil des Lichts absorbieren und das Bild dadurch abdunkeln, wird manchmal empfohlen, sie vor allem mit Teleskopen ab etwa 120 mm Öffnung einzusetzen.

Das Celestron Farbfilterset enthält die folgenden Filter:

  • #12 – Dunkelgelb: dunkelt bläulich getönte atmosphärische Strukturen ab, verstärkt rot-orange Merkmale und erhöht den Kontrast zwischen den Bändern und Zonen des Planeten
  • #21 – Orange: erhöht den Kontrast in den Wolkenbandstrukturen und hebt die Polarregionen hervor
  • #80A – Blau: verstärkt kontrastarme Wolkenstrukturen und erhöht den Kontrast weiß gefärbter Stürme
  • #Neutral Density-96-0.3: reduziert die Bildhelligkeit um 50 %, ohne die Farbe zu verändern. Kann bei Teleskopen mit größerer Öffnung nützlich sein.

Baader Planetarium bietet außerdem das Mond- und Planeten-Farbfilterset mit 6 Farben an, das für Okulare mit 1,25”- und 2”-Steckhülse erhältlich ist. Darüber hinaus bietet Baader Planetarium den Contrast Booster und den Semi-APO Filter an, die ebenfalls für die Saturnbeobachtung eingesetzt werden können. Siehe hierzu auch einen Bericht von W. A. Paolini.

Merkmale des Saturn

Planetenscheibe

Saturns Planetenscheibe wirkt relativ ruhig, doch auch auf Saturn treten Stürme und extreme Windgeschwindigkeiten auf, die am Äquator sogar jene auf Jupiter übertreffen können. Häufig wird empfohlen, ein Teleskop mit etwa 150 mm Öffnung zu verwenden, um die gelblichen Wolkenbänder des Planeten deutlich erkennen zu können. Ein Gelbfilter kann bei ihrer Beobachtung hilfreich sein.

Darüber hinaus gibt es eine Struktur, die als Saturn-Hexagon beziehungsweise Polarhexagon bezeichnet wird. Dabei handelt es sich um ein sechseckiges Wolkenmuster rund um die nördliche Polarregion, das etwa doppelt so groß wie die Erde ist und Windgeschwindigkeiten von mehr als 300 km/h aufweist. Visuell ist diese Struktur nicht beobachtbar, Astrofotografen konnten sie jedoch mit Celestron SCT/EdgeHD Teleskopen mit 11” und 14” Öffnung erfolgreich aufnehmen.

Ringe

Das Ringsystem des Saturn wird alphabetisch von A bis G bezeichnet. Die Buchstaben wurden entsprechend der Reihenfolge ihrer Entdeckung vergeben und nicht entsprechend ihrer Entfernung vom Planeten.

Saturn und seine Ringe (von
www.celestron.com)

Das Bild zeigt das Ringsystem. Vom innersten, dem Saturn nächstgelegenen Ring ausgehend folgen zunächst der D-, C- und B-Ring. Der B-Ring ist ein dichter und heller Ring und gehört zu den auffälligsten. Darauf folgt die Cassini-Teilung, eine breite Lücke zwischen dem B-Ring und dem angrenzenden A-Ring. Dieser Bereich ist nicht vollständig leer, enthält jedoch deutlich weniger Material als die Hauptringe.

Hinter der Lücke folgt der helle A-Ring, der eine kleinere Lücke enthält, die als Encke-Teilung bezeichnet wird. Daran schließen sich die lichtschwächeren F-, G- und E-Ringe an. Die A-, B- und C-Ringe bilden die Hauptringe, während die mit E, F und G bezeichneten Ringe deutlich lichtschwächer sind und erst später entdeckt wurden; einige davon im Zusammenhang mit den Voyager-Missionen 1979/1980.

Mit einem Teleskop mit 80 mm Öffnung bei etwa 100-facher Vergrößerung sollten Sie die unterschiedliche Helligkeit des A- und B-Rings erkennen können. Bei ruhiger Atmosphäre kann auch die Cassini-Teilung schwach sichtbar werden. Mit einem Instrument mit 120 bis 130 mm Öffnung bei etwa 150-facher Vergrößerung sind A- und B-Ring deutlicher zu erkennen und die Cassini-Teilung ist gut sichtbar.

Mit einem 150-mm-Teleskop bei 150- bis 200-facher Vergrößerung wird die Cassini-Teilung deutlich auffällig. Mit einem 200-mm-/8”-Teleskop kann unter guten Seeing-Bedingungen auch die Encke-Teilung beobachtet werden, wobei sie in größeren Instrumenten deutlicher sichtbar ist. Weitere Strukturen wie die schmale Maxwell-Teilung können mit solchen und größeren Teleskopen bei sehr ruhiger Atmosphäre ebenfalls erkannt werden.

Im März 2025 passierte die Erde die Ringebene des Saturn, sodass wir von der Erde aus die Ringe nahezu exakt von der Kante sahen. Um den Zeitpunkt der diesjährigen Opposition sind Saturns Ringe uns gegenüber um etwa 7,5º geneigt. Diese Neigung wird weiter zunehmen und bei der nächsten Opposition im Oktober 2027 knapp 16º erreichen. Die maximale Neigung von 27º wird im Jahr 2032 erreicht, während der nächste Ringebenen-Durchgang 2038 stattfinden wird.

Rund um den Zeitpunkt der Opposition befindet sich Saturns Planetenschatten hinter dem Planeten selbst, und die Ringpartikel werfen praktisch keine Schatten. Dadurch erscheinen die Ringe etwas heller. Dieses Phänomen wird als Seeliger-Effekt bezeichnet.

Monde:

Stand August 2026 besitzt Saturn beeindruckende 293 bestätigte Monde! Mit den meisten gängigen Amateurteleskopen können jedoch nur sieben der hellsten Monde beobachtet werden.

Titan ist der größte Saturnmond und mit einer Helligkeit von +8,4 mag zugleich der hellste. Damit ist er hell genug, um bereits mit kleinen Ferngläsern und Teleskopen geringer Öffnung gesehen zu werden. In Teleskopen ab etwa 150 mm Öffnung zeigt er einen gelb-orangefarbenen Farbton.

Zu den weiteren hellen Monden gehören Rhea (mag +9,7), Tethys (mag +10,3), Dione (mag +10,4), Enceladus (mag +11,8) und schließlich Iapetus mit mag +11,9. Im Allgemeinen lassen sich diese Monde am besten mit Teleskopen ab etwa 100 bis 150 mm Öffnung beobachten.

Mit der Celestron StarSense Explorer App für iOS/Android können Sie die Positionen der Saturnmonde anzeigen lassen. Mit Software wie Stellarium können Sie zudem simulieren, wie sie mit einer bestimmten Teleskop-Okular-Kombination oder mit/ohne Zenitspiegel erscheinen würden.

Einfache Aufnahmen

Auch wenn die Fotografie des Saturn nicht das eigentliche Thema dieses Artikels ist, lohnt sich ein kurzer Blick auf dieses Thema. Die meisten von uns besitzen ein Smartphone und moderne Geräte verfügen mittlerweile über durchaus leistungsfähige Kameras.

Diese können genutzt werden, um den Mond und Planeten wie Saturn durch ein an einem Teleskop verwendetes Okular zu fotografieren und so eine „Nahaufnahme“ zu erhalten. Ein großes Problem besteht jedoch darin, das kleine Kameraobjektiv des Smartphones exakt mit dem Okular auszurichten und korrekt zu positionieren, das Smartphone dabei ruhig zu halten und anschließend auch noch den Auslöser der Kamera-App zu betätigen – all dies ist entscheidend, um ausreichend scharfe Aufnahmen zu erhalten!

Celestrons NexYZ Universaler 3-Achsen Smartphone Adapter (#825821 , € 69,- ) löst dieses Problem und macht die Astrofotografie mit dem Smartphone bemerkenswert einfach. So können Sie Bilder heller Objekte wie Mond und Planeten aufnehmen und Freunden sowie Familie zeigen, ohne dass dafür ein PC oder andere komplexe Hardware und Software erforderlich ist.

NexYZ ist ein einzigartiger patentierter 3-Achsen-Smartphone-Adapter, mit dem Sie Ihr Smartphone an einem Okular befestigen und feinfühlige Einstellungen in drei Achsen vornehmen können – links/rechts (X), oben/unten (Y) und vor/zurück (Z; daher auch ein Teil der Produktbezeichnung „xYZ“). Dadurch lässt sich die Kameraoptik Ihres Smartphones perfekt zum Teleskopokular ausrichten, um ein möglichst gutes Bild zu erzielen.

Das NexYZ DX 3-Achsen Smartphone Adapter Kit (#825822 , € 79,- ) enthält außerdem einen Bluetooth-Fernauslöser. Dadurch müssen Sie zum Fotografieren die Auslösetaste der Kamera-App auf Ihrem Smartphone nicht berühren, sodass keine Vibrationen beziehungsweise Verwacklungen entstehen, die das fertige Bild unscharf machen könnten.

Was den NexYZ ebenfalls auszeichnet, ist seine Vielseitigkeit: Er kann nicht nur an Teleskopen, sondern auch an den Okularen von Spektiven und Mikroskopen eingesetzt werden und verwandelt Ihr Smartphone damit in ein vielseitiges universelles Aufnahmewerkzeug über die Astronomie hinaus.

Aufnahme der engen Konjunktion von Saturn und Jupiter aus dem Jahr 2020 mit einem NexYZ Universaler 3-Achsen Smartphone Adapter (#825821 , € 69,- ) an einem Celestron 102-mm-Refraktor (Matt Dow, Celestron USA).