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Highlights am Nachthimmel September 2026

Team Baader Planetarium
Team Baader Planetarium
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31. August 2026
14017

Wir hoffen, dass Sie am 12. August die Sonnenfinsternis erleben konnten, und anschließend das Maximum des Perseiden-Meteorstroms nicht vergessen haben. Ebenso hoffen wir, dass Sie in den frühen Morgenstunden des 28. August die Mondfinsternis beobachten konnten.

Damit endet der ereignisreiche August. Mit dem Beginn des Septembers lassen wir die heißen, sonnigen Sommertage allmählich hinter uns und gehen in die kühlere – aber hoffentlich weiterhin sonnige – Herbstzeit über. Die Sonne geht abends früher unter und morgens später auf, sodass die Nächte deutlich länger werden. Der meteorologische Herbst beginnt am 1. September, der astronomische Herbst am 23. September mit der Herbst-Tagundnachtgleiche. Für München findet diese 2026 am 23. September um 2:05 Uhr MESZ statt.

Das folgende Bild zeigt eine simulierte Ansicht des Nachthimmels in der Nähe von München etwa zur Monatsmitte kurz nach Mitternacht.

Nachthimmel Mitte September gegen Mitternacht

Der Große Bär (Ursa Major) steht zu dieser Jahreszeit tief über dem nördlichen Horizont. Im Frühjahr ist das Sternbild günstiger positioniert, um einige seiner sehenswerten Objekte zu beobachten und zu fotografieren, darunter den Eulennebel sowie die Galaxien Messier 81 und 82.

Im westlichen Teil des Himmels befinden sich die Sternbilder Schwan (Cygnus), Leier (Lyra) und Adler (Aquila), durch die sich die sommerliche Milchstraße zieht. Obwohl diese Himmelsregion allmählich untergeht, lohnt es sich noch immer, die Gelegenheit für Beobachtungen mit einem Weitwinkel-Fernglas wie dem SkyMaster Pro ED 7x50 SkyMaster Pro ED 7x50 SkyMaster Pro ED 7x50 (#821570 , € 279,- ) zu nutzen und atemberaubende Ausblicke auf unsere Galaxie zu genießen.

Hoch am Himmel stehen Kepheus und das berühmte „W“ der Kassiopeia. Auch durch diese Region verläuft die Milchstraße, und hier finden sowohl visuelle Beobachter als auch Astrofotografen zahlreiche Deep-Sky-Objekte.

Dazu gehört beispielsweise der große Emissionsnebel IC 1396, in dem sich die als „Elefantenrüsselnebel“ bekannte Nebelregion befindet. Er ist ein beliebtes Ziel für Deep-Sky-Astrofotografen.

Für visuelle Beobachter bietet sich der berühmte Doppelsternhaufen h und χ Persei zwischen Kassiopeia und Perseus an. Er ist ein besonders eindrucksvoller Anblick – sowohl in jedem Fernglas als auch bei geringer Vergrößerung durch ein Teleskop.

Doppelsternhaufen durch ein StarSense Explorer 8" Dobson (#822120 , € 1089,- ) mit einem Luminos 31 mm Okular (#810253 , € 369,- )

Nahe dem Meridian steht das markante Pegasusquadrat (Herbstviereck). Östlich daran schließt sich das Sternbild Andromeda an, in dem sich die Andromedagalaxie befindet – auch sie bietet bereits im Fernglas einen beeindruckenden Anblick. Noch weiter im Osten leuchtet Aldebaran, das rötliche Auge des Stiers, unübersehbar – ein deutliches Zeichen dafür, dass der Winter und der winterliche Sternenhimmel nicht mehr allzu fern sind!

Wenden wir uns nun der Reihe nach den hellen Planeten zu. Der innerste Planet Merkur erreicht zwar seine größte Höhe am Abendhimmel, ist jedoch kaum zu beobachten, da er bei Sonnenuntergang nur etwa 4° über dem Horizont steht.

Venus erreicht am 22. September ihre größte Helligkeit. Im Laufe des Monats wird sie jedoch zunehmend schwieriger zu beobachten, da sie immer tiefer in der hellen Abenddämmerung steht. Bei Sonnenuntergang beträgt ihre Höhe Anfang September noch etwa 9°, gegen Monatsende jedoch nur noch rund 2°. Nutzen Sie daher die Gelegenheit, Venus am Abendhimmel zu beobachten, solange es noch möglich ist.

Mars geht Anfang des Monats gegen 1:30 Uhr auf und bleibt bis zur Morgendämmerung östlich des Meridians sichtbar. Der Gasriese Jupiter folgt einige Stunden später gegen 4:00 Uhr und steht vor Sonnenaufgang noch tief am östlichen Himmel.

Der majestätische Ringplanet Saturn geht kurz nach Sonnenuntergang gegen 21:00 Uhr auf und bleibt die ganze Nacht über sichtbar. Bei Sonnenaufgang steht er im südwestlichen Teil des Himmels in einer Höhe von etwa 45°. In einem kommenden Artikel werden wir Saturn in dieser Saison noch ausführlicher betrachten.

Höhepunkte am Nachthimmel im September 2026

Mond und Saturn am Abend des 26. September
  • 4. September: Mond im letzten Viertel
  • 11. September: Neumond
  • 14. September: Bedeckung der Venus durch den Mond am Tag
  • 18. September: Mond im ersten Viertel
  • 22. September: Venus erreicht mit einer Helligkeit von etwa -4,6 mag ihre größte Helligkeit
  • 23. September: Herbst-Tagundnachtgleiche auf der Nordhalbkugel
  • 26. September: Vollmond
  • 26./27. September: Enge Begegnung von Mond und Saturn (~6º)

Im Fokus: Venusbedeckung durch den Mond am Taghimmel und das Sternbild Dreieck (Triangulum)

Am Morgen des 14. September findet eine Bedeckung der Venus durch den Mond am Taghimmel statt, die von München sowie aus anderen Teilen Europas, Asiens und Nordafrikas beobachtet werden kann.

Es ist unbedingt äußerste Vorsicht geboten, wenn Ferngläser oder Teleskope bei über dem Horizont stehender Sonne auf den Himmel gerichtet werden. Bereits ein kurzer Blick auf die Sonne durch ein solches Instrument kann zu dauerhafter Erblindung führen. Bleiben Sie mit Ihrem Teleskop möglichst im Schatten, damit die Sonne nicht versehentlich in das Teleskop scheinen kann.

Venus wird gegen 11:30 Uhr MESZ hinter der schmalen zunehmenden Mondsichel verschwinden. Zu diesem Zeitpunkt stehen Venus und Mond mit einer Höhe von nur etwa 5,5° sehr tief über dem südöstlichen Horizont. Für die Beobachtung benötigen Sie daher einen Standort mit möglichst freier Sicht bis tief zum Horizont.

Etwas mehr als eine Stunde später, gegen 12:41 Uhr MESZ, wird Venus hinter dem Mond wieder hervortreten. Mond und Venus stehen dann mit einer Höhe von etwa 13,5° bereits etwas höher am südöstlichen Himmel.

Unser Sternbild des Monats ist das Dreieck (Triangulum). Es handelt sich um ein kleines, relativ lichtschwaches Sternbild, das unterhalb der Andromeda und links vom Asterismus des Pegasusquadrats liegt.

Das Sternbild besitzt sechs von der IAU offiziell anerkannte benannte Sterne. Der hellste davon ist Alaybasan (Beta Trianguli) mit einer scheinbaren Helligkeit von etwa 3,0 mag. Obwohl das Dreieck sechs benannte Sterne umfasst, verbinden die meisten Beobachter vor allem seine drei hellsten Sterne mit dem Sternbild. Diese bilden die charakteristische Dreiecksform, die sich über etwa 6,5° erstreckt.

Mit einer Fläche von etwas mehr als 130 Quadratgrad steht Triangulum auf Platz 78 der größten Sternbilder.

Das Sternbild Dreieck (Triangulum) zwischen den umliegenden Sternbildern
Nahansicht des Sternbilds Dreieck (Triangulum) mit den Positionen unserer ausgewählten Deep-Sky-Objekte.

Messier 33: Dies ist das einzige Messier-Objekt im Sternbild Dreieck und eine Spiralgalaxie, auf die wir nahezu frontal blicken. Im Jahr 2004 wurde ein Bogen aus Wasserstoffgas entdeckt, der M33 mit der Andromedagalaxie verbindet und auf eine mögliche Wechselwirkung zwischen beiden Galaxien in der Vergangenheit hindeutet. M33 besitzt eine Helligkeit von 5,7 mag, weist jedoch eine geringe Flächenhelligkeit auf. Dadurch ist die Beobachtung etwas anspruchsvoller und herausfordernder als bei ihrer benachbarten Galaxie Messier 31 im Sternbild Andromeda.

Mit einer scheinbaren Ausdehnung von etwa 71 × 42 Bogenminuten erscheint M33 am Himmel sogar größer als der Mond! Unter einem dunklen Himmel ist sie bereits mit einem kleinen Fernglas wie Nature DX 10x50 - schwarz (#824347 , € 205,- ) als länglicher, diffuser Lichtfleck mit einem helleren Zentralbereich zu erkennen. Mit einem Teleskop mit 250–300 mm Öffnung, beispielsweise StarSense Explorer 10" Dobson (#822121 , € 1429,- ) , werden zudem Helligkeitsunterschiede in den Bereichen um das Zentrum sichtbar. Vergrößern Sie aber anfangs nicht zu hoch.

Simulierte Aufnahme von M33, perfekt im Bildfeld eines Celestron Origin Mark II – Intelligent Home Observatory (#821881 , € 5499,- ) aufgenommen.

Collinder 21: Dabei handelt es sich um einen halbkreisförmigen Sternhaufen in Form eines „D“. Bis zum Beginn dieses Jahrhunderts ging man davon aus, dass seine Mitgliedssterne gravitativ aneinander gebunden seien. Untersuchungen haben jedoch gezeigt, dass es sich bei dem Haufen lediglich um einen Asterismus handelt – ähnlich wie beim Kleiderbügelhaufen im Sternbild Füchschen (Vulpecula).

Collinder 21 besitzt eine scheinbare Ausdehnung von etwa 6 Bogenminuten und eine scheinbare Helligkeit von etwas über 7 mag, sodass er bereits mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen beobachtet werden kann. Mit kleinen Teleskopen sollten visuell etwa sechs Sterne erkennbar sein, mit einem Instrument größerer Öffnung wie dem 9¼" EdgeHD Tubus (OTA) mit 3" Schiene (76mm) (#822210X , € 2999,- ) etwas mehr als ein Dutzend Sterne.

Auf Aufnahmen des Sternhaufens ist außerdem im Hintergrund die scheinbar benachtbarte, tatsächlich jedoch weit entfernte Galaxie IC 1731 mit einer Helligkeit von 13,3 mag zu sehen.

NGC 672/IC 1727: Etwas mehr als 2° von Alpha Trianguli entfernt befindet sich dieses Paar wechselwirkender Galaxien. NGC 672 ist ebenfalls eine Galaxie mit geringer Flächenhelligkeit. Sie besitzt eine scheinbare visuelle Helligkeit von 10,8 mag und eine scheinbare Ausdehnung von 6,5 × 2,6 Bogenminuten. In einem Teleskop mit 150–200 mm Öffnung erscheint sie als länglicher, diffuser Lichtfleck mit einer Aufhellung im Zentrum.

IC 1727 ist eine lichtschwächere irreguläre Galaxie mit einer Helligkeit von etwa 12,1 mag. Sie liegt rund 6 Bogenminuten westlich von NGC 672.

NGC 672 (oben links) und IC 1727 (unten rechts), aufgenommen (simuliert) mit einem APS-C-Sensor durch ein CGX 925 EdgeHD (#823226X , € 5599,- )

Alle Himmelsereignisse 2026

In unserer Himmelsvorschau für 2026 finden Sie ausführliche Informationen, mehrere Planetenoppositionen und bedeutende Meteorströme wie die Perseiden und Geminiden.

Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.