Mit dem Beginn des Oktobers werden die Nächte eindeutig immer länger – und auch kälter. In diesem Jahr ist der Oktober insgesamt eher ruhiger Monat, aber gegen Ende gibt es die Orioniden-Meteorschauer und die Möglichkeit, einen helleren Kometen zu beobachten.
Um diese Zeit spannt sich die Milchstraße vom Westen über den Zenit bis hin zum Osten über den Himmel. Das Absuchen dieses Himmelsbereichs mit lichtstarken Weitfeldferngläsern wie einem
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eröffnet Ihnen herrliche Anblicke.
Im Westen liegen noch die Sommersternbilder Adler, Leier und Schwan, die sich verabschieden, um im nächsten Jahr wiederzukehren. Rund um den Meridian befinden sich die Sternbilder Kepheus, Kassiopeia, Perseus, Andromeda, Fische und Walfisch.

Über unseren Köpfen, zwischen Perseus und dem „W“ der Kassiopeia, liegt der Doppelsternhaufen h & Chi Persei. Mit bloßem Auge ist er als „Nebelklecks“ sichtbar, durch Ferngläser wie dem
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oder Teleskope wie dem
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bei geringer Vergrößerung ist er jedoch ein wunderschöner Anblick.
Wenn wir den Blick auf die östliche Seite des Meridians richten, sehen wir die großen Wintersternbilder aufgehen, die in einigen Monaten den Nachthimmel schon früher am Abend dominieren werden. Fuhrmann und Stier sind die ersten dieser Sternbilder. Hier gibt es viele Sternhaufen zu sehen – vor allem Messier-Objekte 36, 37 und 38 im Fuhrmann sowie die Hyaden und Plejaden im Stier. Wir werden uns diese in einem der nächsten Artikel genauer ansehen.
Ein wenig weiter im Osten leuchten die Zwillinge und der Gasriese Jupiter. Danach folgt das wohl bekannteste Wintersternbild – Orion, der Himmelsjäger. In diesem Sternbild befindet sich der berühmte Orionnebel, etwa 1400 Lichtjahre von der Erde entfernt, eine Region der Sternentstehung. Diese Region werden wir später in der Saison betrachten.
Bei den Planeten erreicht Merkur am 29. Oktober seine größte östliche Elongation am westlichen Abendhimmel, steht bei Sonnenuntergang jedoch nur wenige Grad über den Horizont und ist daher kaum beobachtbar. Venus bleibt ein Morgenobjekt und geht etwa zwei Stunden vor der Sonne auf. Am 2. Oktober steht sie im Perihel, erscheint etwa 11 Bogensekunden groß und leuchtet mit einer Helligkeit von ~-4 mag. Jupiter geht kurz vor Mitternacht auf und ist bis zum Sonnenaufgang sichtbar, wenn er sich in der Nähe des Meridians befindet. Der Ringplanet Saturn ist bereits sichtbar, etwa 15 Grad über dem südöstlichen Horizont bei Einbruch der Dunkelheit, und bleibt fast die ganze Nacht sichtbar, bis er rund drei Stunden vor Sonnenaufgang untergeht.
Der Orioniden-Meteorschauer, der mit dem berühmten periodischen Halleyschen Kometen verbunden ist, gehört zu den bekanntesten Meteorschauern des Jahres. Er ist vom 2. Oktober bis 7. November aktiv und erreicht um den 21. Oktober sein Maximum. In diesem Jahr fällt das Maximum zeitlich mit Neumond zusammen, wodurch der Himmel dunkler ist und auch schwächere Meteore sichtbar werden.
Highlights am Nachthimmel im Oktober 2025

- 6. Okt. Mond und Saturn in enger Konjunktion (~3 Grad) am Morgenhimmel
- 7. Okt. Vollmond
- 10. Okt. Enge Begegnung von Mond und Plejaden (~1 Grad) vor Sonnenaufgang
- 13. Okt. Mond im letztes Viertel
- 14. Okt. Mond und Jupiter in Konjunktion am Morgenhimmel (~4 Grad)
- 19. Okt. Enge Begnung von Mond und Venus (~6 Grad)
- 21. Okt. Neumond, Maximum des Orioniden-Meteorschauers und Komet C/2025 A6 (Lemmon) passiert das Perigäum
- 29. Okt. Mond im erstes Viertel, Merkur in größter östlicher Elongation
Im Fokus: Komet C/2025 A6 (Lemmon) und die Sternbilder Pegasus und Andromeda
Komet C/2025 A6 (Lemmon)
Der Komet C/2025 A6 (Lemmon) wurde Anfang Januar dieses Jahres entdeckt, als er ein (sehr) schwaches Objekt mit einer Helligkeit von +21,5 mag war. Aus zusätzlichen Beobachtungen schlossen Astronomen, dass der Komet zuletzt im Mittelalter durch das innere Sonnensystem gereist sein könnte! Nachdem er die Sonnenkonjunktion passiert hatte und im August am Morgenhimmel sichtbar wurde, zeigte sich der Komet heller als ursprünglich vorhergesagt.

Zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Artikels (Ende September) zeigen visuelle und photometrische Beobachtungen, dass der Komet etwa 7. Größenklasse erreicht hat und damit bereits in kleinen Ferngläsern und Teleskopen sichtbar ist. Einige Simulationen schätzen, dass der Komet Ende Oktober sogar die dritte Größe erreichen könnte (z. B. https://astro.vanbuitenen.nl/comet/2025A6) und somit ein Objekt für das bloße Auge wäre. Aktuelle Bilder zeigen den Kometen sehr aktiv mit einem ausgeprägten Schweif.
Zu Monatsbeginn ist der Komet ein Morgenhimmelobjekt. Seine Position während des Oktobers ist unten dargestellt: Er bewegt sich unterhalb des „Großen Wagens“, dann in die Jagdhunde, durch den Bärenhüter und erreicht gegen Ende des Monats das Sternbild Schlange.
Wir behalten diesen Kometen im Auge und informieren Sie, falls er tatsächlich aktiver wird und heller erscheint, wie es manche Simulationen voraussagen.
Wie in unserem letzten Artikel zu den Nachthimmel-Highlights versprochen, betrachten wir in diesem Monat zwei Sternbilder, die im Oktober den Himmel dominieren: Pegasus und Andromeda. Diese beiden Sternbilder liegen nebeneinander und sind durch den Stern Alpheratz (2. Größenklasse) miteinander verbunden.
Sternbild Pegasus
Beginnen wir mit Pegasus, dem siebtgrößten Sternbild am Himmel mit einer Fläche von gut 1100 Quadratgrad. Es enthält 15 von der IAU offiziell benannte Sterne. Die zehn hellsten Sterne haben Helligkeiten zwischen 2,38 mag (Epsilon Pegasi, Enif) und 3,97 mag (Lambda Pegasi). Pegasus wird von Beobachtern und Fotografen oft übersehen, da das Nachbarsternbild Andromeda durch die berühmte Andromedagalaxie alle Aufmerksamkeit auf sich zieht. Dennoch gibt es auch im Pegasus eine Reihe interessanter Deep-Sky-Objekte zu entdecken.

M15 und Pease 1: Messier 15 ist ein etwa 12 Milliarden Jahre alter Kugelsternhaufen, das einzige Messier-Objekt in Pegasus und einer der ältesten bekannten Vertreter seiner Art. Er liegt auf der westlichen Seite des unteren rechten Teils des Herbstvierecks. Der 2,38 mag helle Stern Enif (Epsilon Pegasi) hilft beim Auffinden, da er nur etwa 4 Grad entfernt steht. Der Haufen hat eine Helligkeit von 6,2 mag und einen scheinbaren Durchmesser von etwa 18 Bogenminuten – ideal für Ferngläser und leicht sichtbar in 10x50-Ferngläsern. Größere Ferngläser und Teleskope ab 4 Zoll Öffnung zeigen deutlich mehr Sterne.
Pease 1 war der erste planetarische Nebel, der je in einem Kugelsternhaufen (eben in M15) entdeckt wurde. Er liegt rund eine Bogenminute nordöstlich des Haufenzentrums und ist mit einer Helligkeit von ~15 mag und nur 3 Bogensekunden Größe eine Herausforderung für Beobachter. Er erfordert Teleskope ab 10–12 Zoll Öffnung (z. B.
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). Eine Vergrößerung von 200x–250x und ein OIII-Filter sind empfehlenswert. In Aufnahmen mit Teleskopen ab 8 Zoll ist er ebenfalls sichtbar.
NGC 7814 (Caldwell 43): Diese Spiralgalaxie wird manchmal als „Kleiner Sombrero“ bezeichnet, da sie M104 im Virgo-Haufen ähnelt. Mit 11,6 mag und einer Größe von 4,5'x2' ist sie ein schönes Ziel für Teleskope ab 200 mm (8").

Stephans Quintett: Diese Gruppe von fünf Galaxien (NGC 7317, NGC 7318A, NGC 7318B, NGC 7319 und NGC 7320) liegt im oberen rechten Teil des Pegasus-Quadrats und bedeckt eine Fläche von etwa 4'x3,5'. Mit ~13 mag Helligkeit erscheinen sie in einem 6-Zoll-Teleskop bei 60x als schwache helle Flecken. In 10–12"-Teleskopen lassen sich die Einzelgalaxien besser trennen.

Die Deer-Lick-Gruppe: Auch bekannt als NGC7331-Gruppe. Sie besteht aus fünf Galaxien: NGC 7337, NGC 7340, NGC 7335, NGC 7336 sowie der hellsten NGC 7331 (9,5 mag, 10,5'x3,6'). Die anderen liegen zwischen 13,4 und 15,2 mag. Der Name „Deer Lick“ stammt von einem Ort in North Carolina, wo Amateurastronom Tom Lorenzin Anfang der 1980er Jahre einen unvergesslichen Blick auf diese Gruppe hatte. NGC7331 steht nicht im Messier-Katalog, wurde aber in Patrick Moores Caldwell-Katalog unter Nr. 30 aufgenommen.
Sternbild Andromeda
Kommen wir zur Andromeda, östlich des Pegasus-Quadrats gelegen. Mit über 720 Quadratgrad ist sie das 19. größte Sternbild. Neun Sterne tragen von der IAU anerkannte Namen, der hellste ist Alpheratz mit 2,06 mag.
Messier 31 (mit M32 und M110): Die Andromedagalaxie ist eines der bekanntesten Objekte des Himmels und das am weitesten entfernte Objekt, das mit bloßem Auge sichtbar ist – zwei Millionen Lichtjahre! Unter dunklem Himmel wirkt sie wie ein elliptischer Nebelklecks (3,3 mag) und ist das hellste Messier-Objekt. Bilder zeigen eine Ausdehnung von etwa 3 Grad – das entspricht sechs Vollmonddurchmessern! M31 eignet sich perfekt für Ferngläser und Teleskope aller Größen.

M31 hat zwei helle Zwerggalaxien als Begleiter – M32 (unten rechts) und M110 (oben links) –, die im selben Gesichtsfeld mit Ferngläsern und kleinen Teleskopen sichtbar sind. Mit größeren Teleskopen wie einem
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) werden Details wie Staubbänder und die Sternwolke NGC 206 sichtbar.

56 Andromeda und NGC 752: Diese beiden Objekte – ein optischer Doppelstern und ein offener Sternhaufen – liegen nur ein Grad auseinander und passen gemeinsam in das Gesichtsfeld kleiner Teleskope und Ferngläser. 56 And besteht aus einem K0-Stern (5,7 mag) und einem M0-Stern (6,0 mag), die nicht gravitativ gebunden sind. NGC 752 (5,7 mag, 1,25°) ist im Fernglas UpClose G2 10x50 - Porro (#824256 , € 62,- ) ) sichtbar, größere Modelle zeigen mehr Sterne.
NGC 7662: Auch „Blue Snowball“ genannt (Caldwell 22). Ein planetarischer Nebel mit 8,2 mag, sichtbar als bläulich-diffuse Scheibe in Teleskopen ab 130–150 mm bei 100x. Mit größeren Geräten wie 8" EdgeHD Tubus (OTA) mit 3" Schiene (76mm) (#822207X , € 1999,- ) ) erkennt man die Schalenstruktur.

NGC 891: Eine wunderschöne, Edge On Spiralgalaxie (13,5'x2,5', 10,8 mag), die unserer Milchstraße ähneln könnte, sähen wir sie von der Seite. Sie zeigt ein markantes Staubband, das in Teleskopen ab 250–300 mm klar erkennbar wird. Details in der Staubstruktur zeigen sich in Aufnahmen mit Teleskopen wie dem 8" EdgeHD Tubus (OTA) mit 3" Schiene (76mm) (#822207X , € 1999,- ) .
Alle Himmelsereignisse 2025
In unserer Himmelsvorschau für 2025 finden Sie ausführliche Informationen, mehreren Planetenoppositionen und bedeutende Meteorströme wie die Perseiden und Geminiden.
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.


