Astronomisch gesehen ist dieser Mai ein ruhiger Monat. Unsere Sonne geht immer früher auf und später unter, die Nächte werden also immer kürzer und die Tage länger werden. Für die Menschen in Norddeutschland und den nördlichen Teilen Europas wird der Nachthimmel nicht mehr vollständig dunkel, was bedeutet, dass Deep-Sky-Beobachtung und -Fotografie bis etwa August auf Eis gelegt werden können. Allerdings können später in diesem Monat wieder nachtleuchtende Wolken sichtbar werden. Auch die Sonne ist in dieser Zeit ein beliebtes Ziel. Auf diese Themen werden wir später in diesem Artikel eingehen.
Zur Monatsmitte sind die großen Wintersternbilder gegen Mitternacht vom Himmel verschwunden, und die Frühlingssternbilder wie der Krebs und die galaxienreichen Regionen in Löwe, Haar der Berenike und Jungfrau wandern westwärts über den Himmel. Hoch im Süden ziehen die ersten Sommersternbilder die Blicke auf sich, genau wie Bootes, Herkules und die Nördliche Krone.
Im Herkules liegt der Kugelsternhaufen Messier (M) 13. Mit einer Helligkeit von ~5,8mag ist er der hellste und am besten sichtbare Kugelsternhaufen für BEobachter auf der Nordhalbkugel. Sie können ihn schon Ferngläsern wie dem SkyMaster 12x60 (#821439 , € 129,- ) und kleinen Teleskopen wie dem Celestron StarSense Explorer 114mm Tabletop Dobson (#822125 , € 459,- ) (das die StarSense Explorer Technologie hat, mit der Sie tausende von Objekten einfach finden können) als rund 20 Bogenminuten großen Wattebausch sehen.

Simulierter Anblick von M13 in einem kleinen Teleskop Celestron StarSense Explorer 114mm Tabletop Dobson (#822125 , € 459,- ) and a standard 10mm plossl eyepiece.

Mit größeren Teleskopen und höherer Vergrößerung, zum Beispiel mit dem NexStar Evolution 925 (#821872 , € 3399,- ) – einem computergesteuerten "GoTo-Teleskop", das mit Celestron’s iOS/Android SkyPortal app sogar drahtlos gesteuert werden kann – werden viele der abertausenden Sterne sichtbar, die den Sternhaufen bilden.
Wenn Sie in Blickrichtung Osten einen guten, dunklen Himmel haben, können Sie die Sommermilchstraße sehen, die sich von Norden durch Cassiopeia über die Sternbilder Schwan, Adler und Schild bis zum zum Südosthorizont erstreckt. Hier befinden sich viele Hunderte von Deep-Sky-Objekten für Beobachtung und Fotografie.
Zu den Planeten: Der Gasriese Jupiter steht sehr tief im Westen, wenn sich der Himmel nach Sonnenuntergang verdunkelt. Wenn es völlig dunkel geworden ist, ist er bereits nicht mehr zu sehen. Dann steht nur noch der Planet Mars am Abendhimmel, der bis kurz nach Mitternacht sichtbar bleibt. Einige Stunden später, vor Sonnenaufgang, sind der innere Planet Venus und der Ringplanet Saturn tief am östlichen Horizont zu sehen.

Highlights am Nachhimmel Mai 2025
- 3. Mai: Enge Begegnung von Mond, Mars (~2,5 Grad) und Krippe (M44, offener Sternhaufen) im Sternbild Krebs am Abendhimmel
- 4. Mai: Mond im ersten Viertel, enge Begegnung von Venus, Neptun und Saturn vor Sonnenaufgang tief am östlichen Horizont.
- 5. Mai: Enge Begegnung von Mars und Krippe (M44), Abstand ~0,5 Grad. Maximum des Meteorstroms der Eta Aquariden am 5. Mai zwischen Mitternacht und Morgendämmerung mit bis zu ~40 Sternschnuppen pro Stunde.
- 12. Mai: Vollmond
- 20. Mai: Mond im letzten Viertel
- 22/23. Mai: Enge Begegnung von Mond und Saturn tief am Morgenhimmel
- 24. Mai: Enge Begegnung von Mond und Venus
- 27. Mai: Neumond
- 31. Mai: Venus in größter westlicher Elongation am Morgenhimmel



Im Fokus: Leuchtende Nachtwoken und die Gelegenheit zur Sonnenbeobachtung
Obwohl uns in diesem Monat keine außergewöhnlichen astronomischen Highlights erwarten, können sich die Astronomen insbesondere im Norden Deutschlands wieder auf die seltenen Nachtleuchtenden Wolken (kurz NLC für Noctilucent Clouds) freuen.

Sie erscheinen im Allgemeinen etwa zwischen Ende dieses Monats und Mitte August, wobei die schönsten NLCs typischerweise um die Zeit der Sommersonnenwende zu sehen sind. Sie entstehen wahrscheinlich durch Eisbildung auf schwebenden Staubpartikeln (möglicherweise Mikrometeoriten oder von Vulkanausbrüchen) hoch oben in der Mesosphäre in einer Höhe von etwa 85 km. NLCs erscheinen als dünne, zarte Wolken, die bei Sonneneinstrahlung von unterhalb des Horizonts in einem blau-weißen Licht vor dem dunkleren Hintergrundhimmel leuchten. Sie sind am späten Abend nach Sonnenuntergang in nordöstlicher bis nordwestlicher Richtung zu sehen und stehen oft tief in der Nähe des Horizonts. Sie können bis zu 15-20 Grad über dem Horizont stehen. Weitere Informationen darüber finden Sie z. B. auf https://www.meteoros.de/themen/nlc
Um NLCs zu fotografieren, können Sie ein Smartphone oder eine Digitalkamera mit einem Normal- oder Weitwinkelobjektiv verwenden, um den größten Teil oder die gesamte Struktur der Wolken zu erfassen, oder Sie verwenden ein Teleobjektiv, wenn Sie mehr Details auf das Bild bannen möchten. Oft ist es am besten, die Digitalkamera oder das Smartphone auf den manuellen Modus einzustellen, um den Fokus (auf unendlich oder die Landschaft), die ISO-Empfindlichkeit und die Belichtungszeit anzupassen. Die genauen Einstellungen hängen von der verwendeten Ausrüstung sowie von der Helligkeit des Himmels und der NLC ab. Es ist möglich, ein Smartphone in der Hand zu halten, um NLCs zu fotografieren, aber sobald eine DSLR oder spiegellose Systemkamera verwendet wird und lange Belichtungszeiten erforderlich sind, ist ein Stativ sinnvoll. Ein Stativ wie das erschwingliche TrailSeeker Stativ (#820980 , € 169,- ) , das Kameras bis knapp über 4 kg tragen kann, ist ideal. Es verfügt über einen Zwei-Wege-Fluid-Kopf für einfaches Einstellen des Bildausschnitts, eine Schnellwechselplatte für einfaches Anbringen und Abnehmen der Kamera sowie eine verstellbare Mittelsäule und vierteilige Stativbeine für die Höheneinstellung des Stativs. Die Mittelsäule verfügt außerdem über einen ausziehbaren Haken an der Basis, an dem Sie problemlos einen schweren Gegenstand aufhängen können, um die Stabilität zu erhöhen, falls die Aufnahmezeit durch Wind beeinträchtigt wird.

Im Laufe des Mai steht die Sonne immer höher am Himmel, und wir denken oft an schöne, sonnige, warme Tage mit klarem Himmel, die hoffentlich bis mindestens September/Oktober andauern werden. Wir befinden uns immer noch in der Zeit des Sonnenmaximums und der hohen Sonnenaktivität, die sich zum Beispiel in einer erhöhten Anzahl von Sonnenflecken und Polarlichtaktivitäten widerspiegelt. Es ist also immer noch eine perfekte Zeit für Sonnenbeobachtungen!
Bitte beachten Sie: Bei der Sonnenbeobachtung muss die Sicherheit immer an erster Stelle stehen! Schauen Sie niemals ohne einen geeigneten Sonnenfilter in die Sonne! Die Sonnenbeobachtung ist gefährlich und kann bleibende Schäden an Ihren Augen oder Ihrer Kamera verursachen. Verwenden Sie immer einen geeigneten, sicheren Sonnenfilter!
Mit den Celestron EclipSmart Ferngläsern können Sie die Sonne sicher beobachten. Sie sind sowohl in einer kompakten, reisefreundlichen 10x25-Version als auch mit größerer Öffnung (10x42) erhältlich. Obwohl der Name „EclipSmart“ so klingt, als könne das Fernglas nur für Sonnenfinsternisse genutzt werden, können Sie es natürlich auch jederzeit zur Beobachtung der Sonne verwenden, um Sonnenflecken zu sehen. Wenn Sie auf die nächste Sonnenfinsternis warten, die von Deutschland aus zu sehen sein wird, müssen Sie sich bis zum Abend des 12. August 2026 gedulden. Von München aus werden etwa 89% der Sonne verdeckt sein. Wir werden uns diese Sonnenfinsternis und ihre sichere Beobachtung und Fotografie genauer ansehen, wenn der Zeitpunkt näher rückt.
Diese preiswerten Sonnen-Ferngläser verfügen über einen fest montierten, nicht abnehmbaren Sonnenfilter vor jedem Objektiv, der dem internationalen Standard für die Sonnenbeobachtung entspricht und 99,999 % des sichtbaren Lichts und der schädlichen UV- und IR-Strahlung blockiert. Da die Sonnenfilter fest im Fernglas verbaut sind, ist es nicht möglich, die Sonnenfilter zu vergessen oder während der Beobachtung zu verlieren, sodass das Fernglas auch bei spontanen Sonnenbeobachtungen immer sicher und einsatzbereit ist. Die Sonne erscheint in einem kühlen, neutralweißen Bild vor einem schwarzen Hintergrund.

Dieses Dachkant-Fernglas ist mit einer Größe von nur 76mm x 51mm x 114mm und einem Gewicht von nur 325g sehr leicht und kompakt. Durch die Konstruktion mit zwei Gelenken lässt es sich sehr platzsparend verstauen. Das Fernglas hat einen Augenabstand von 10,5mm und ein Bildfeld von 5,7°, sodass die Sonne leicht zu finden ist.

Das größere Modell mit 42mm Öffnung liefert die selbe Vergrößerung von 10x, hat aber das Potential einer besseren Auflösung, um Details besser zu zeigen – vor allem, wenn man den integrierten Stativanschluss benutzt. Es hat einen Augenabstand von 12,7mm und mit 6° ein etwas größeres Bildfeld. Mit einer Größe von 173mm x 74mm x 137mm und einem Gewicht von 680g ist es in der selben Größenklasse wie normale Ferngläser für die Naturbeobachtung. Da sie größer, griffiger und schwerer als das 10x25-Modell sind, können viele Beobachter es auch ruhiger und komfortabler halten.

Das große 10x42-Modell können Sie daher auch längere Zeit freihändig halten. Tipp: Greifen Sie es vorne an den Objektiv-Fassungen, und lassen Sie die Augenmuscheln unter Ihren Augen aufliegen. Für längere Beobachtungen sollten Sie trotzdem ein Stativ verwenden. In der Mittelachse des Fernglases, unter der Abdeckung mit dem Celestron-Logo, finden Sie ein Standard-Fotogewinde. Mit einem separat erhältlichen L-Adapter wie dem Fernglas Stativadapter für Porro und Dachkant-Prisma (#821487 , € 24,- ) oder dem Bino-Stronghold Fernglas-Halterung (#2450305 , € 22,- ) können Sie es auf dem Kugelkopf oder Zweiwege-Neiger eines Stativs befestigen. Sie können Foto-Stative wie das schon erwähnte TrailSeeker Stativ (#820980 , € 169,- ) oder das Premium-Stativ Regal (#820979 , € 299,- ) Premium-Stativ Regal verwenden.
Beide Modelle verwenden Prismen aus BK7-Glas und mehrfach vergütete Linsen für ein kontrastreiches Sonnenbild. Außerdem bieten sie einen Dioptrienausgleich am rechten Okular, umklappbare Augenmuscheln und ein gummiarmiertes Gehäuse sowie ein rutschfestes Fokussierrad. Zum Lieferumfang gehören außerdem eine Tragetasche, ein Schultergurt, ein Reinigungstuch und eine Bedienungsanleitung, beim 10x42 zusätzlich Staubschutzkappen.
Wenn Sie bereits ein Teleskop von Celestron (oder einem anderen Hersteller) besitzen und die Sonne sicher studieren wollen, bietet Baader Planetarium ein komplettes Sortiment an Sonnenzubehör an. Die beliebte AstroSolar-Folie ist einzeln in verschiedenen Größen erhältlich, wenn Sie Ihren eigenen Filter bauen möchten. Außerdem gibt es verschiedene Sonnenfilter in vorgefertigten Aluminiumfassungen für eine Vielzahl von Teleskopen, Spektiven, Kameraobjektiven und sogar Ferngläsern. Weitere Informationen über diese und andere Hilfsmittel zur Sonnenbeobachtung finden Sie auf den jeweiligen Produktseiten.

Alle Himmelsereignisse 2025
In unserer Himmelsvorschau für 2025 finden Sie ausführliche Informationen zur totalen Mondfinsternis, mehreren Planetenoppositionen und bedeutende Meteorströme wie die Perseiden und Geminiden.
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.

