Wir haben inzwischen die erste Hälfte des Jahres 2026 hinter uns und können hoffentlich mit längeren Phasen schönen sonnigen Wetters am Tag sowie klarer und angenehm warmer – aber hoffentlich nicht zu heißer – Nächte rechnen. Seit der Sommersonnenwende geht die Sonne jeden Abend etwas früher unter und morgens etwas später auf, wodurch die Nächte allmählich wieder länger werden. Der Juli ist astronomisch gesehen ein vergleichsweise ruhiger Monat. Da die bevorstehende Sonnenfinsternis jedoch nur noch wenige Wochen entfernt ist, ist jetzt höchste Zeit, sich darauf vorzubereiten.
Nachfolgend sehen Sie eine simulierte Ansicht des Nachthimmels etwa Mitte Juli gegen 3 Uhr morgens – also für alle, die gerne früh aufstehen.
Blicken wir zunächst nach Norden, sehen wir den Großen Bären (Ursa Major), der sich dem nördlichen Horizont nähert. Im Westen befinden sich die letzten Sternbilder des Frühlings und Frühsommers. Der obere Teil des Bärenhüters (Bootes) ragt noch über den Horizont, darüber der markante kleine Halbkreis der Nördlichen Krone (Corona Borealis), gefolgt vom Herkules. Dort befindet sich der wunderschöne Kugelsternhaufen M13, der bereits mit Ferngläsern wie dem
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ein beeindruckender Anblick ist und durch Teleskope wie das
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in unnzählige Sterne aufgelöst wird.
Östlich des Herkules liegen die Sternbilder Leier (Lyra), Schwan (Cygnus) und Adler (Aquila). Die jeweils hellsten Sterne dieser Sternbilder bilden zusammen das bekannte „Sommerdreieck“. In der Leier befindet sich Messier 57, der Ringnebel – ein planetarischer Nebel mit einer Helligkeit von 8,8mag. Er ist eines der bekanntesten Objekte im berühmten Messier-Katalog. Mehr über diesen Nebel und das Sternbild Leier erfahren Sie im Nachthimmel-Artikel des vergangenen Monats.
Der Schwan beherbergt zahlreiche Deep-Sky-Objekte, die besonders bei Astrofotografen beliebt sind, darunter NGC 7000 (Nordamerikanebel) und NGC 6888 (Crescent- oder Sichelnebel), um nur einige zu nennen. Dieses Himmelsgebiet sowie der Bereich über den Adler bis hinunter zum Schützen (Sagittarius) nahe dem Horizont markieren den Verlauf unserer Milchstraße. Dort finden sich unzählige Sterne und faszinierende Deep-Sky-Objekte – ein spektakulärer Anblick mit Weitwinkelferngläsern wie dem Cometron 7x50 Fernglas (#824305 , € 65,- ) und gleichzeitig ein ideales Ziel für Astrofotografie mit den lichtstarken Großfeld-Teleskopen der Celestron-RASA-Serie.


Östlich des Meridians befinden sich Pegasus, gefolgt von Andromeda und Perseus. Diese Sternbilder prägen den Herbsthimmel und zeigen, dass die kühlere Jahreszeit nicht mehr allzu fern ist. Unterhalb des Pegasusquadrats (einem Asterismus aus drei Sternen des Pegasus und einem der Sternenkette der Andromeda) liegt das große, aber lichtschwache Sternbild Fische (Pisces), in dem sich derzeit der Ringplanet Saturn befindet.
Damit sind wir bei den Planeten: Venus ist aktuell der einzige Planet, der am Abendhimmel leicht zu beobachten ist und mit einer Helligkeit von etwa -4 mag besonders auffällig strahlt. Saturn wird Mitte Juli etwa ab Mitternacht sichtbar. Auch Mars erscheint am Himmel – rund zwei Stunden nach Saturn geht er im Sternbild Stier (Taurus) auf und kann vor Beginn der Morgendämmerung für einige Stunden beobachtet werden.
Highlights am Nachthimmel: Juli 2026
- 4. Juli: Enge Begegnung von Mars und Uranus
- 8. Juli: Mond im letzten Viertel und enge Begegnung von Mond und Saturn (ca. 7,5°)
- 11. Juli: Am Morgen enge Begegnung der Mondsichel mit Mars und den Plejaden
- 14. Juli: Neumond
- 17. Juli: Enge Begegnung von Mond und Venus (ca. 3,5°)
- 21. Juli: Mond im erstes Viertel
- 29. Juli: Vollmond
Im Fokus: Bereiten Sie sich jetzt auf die Sonnenfinsternis am 12. August vor!
Es dauert nicht mehr lange, bis eines der mit größter Spannung erwarteten astronomischen Ereignisse des Jahres 2026 stattfindet – die Sonnenfinsternis, bei der unser Mond die Sonne verdeckt. Wer das Glück hat, nach Westisland oder Spanien zu reisen, kann dort sogar eine totale Sonnenfinsternis erleben. Im übrigen Europa und im Vereinigten Königreich wird die Sonne dagegen als partielle Sonnenfinsternis zu sehen sein.
Beginnen wir mit dem wohl wichtigsten Hinweis:
Denken Sie immer daran, dass beim Beobachten oder Fotografieren der partiellen Phasen einer Sonnenfinsternis sowie der nicht verfinsterten Sonne äußerste Vorsicht und die Verwendung geeigneter, sicherer Sonnenfilter zwingend erforderlich sind. Beim Beobachten der Sonne hat Sicherheit IMMER oberste Priorität: Blicken Sie NIEMALS ohne einen geeigneten Sonnenfilter direkt in die Sonne! Sonnenbeobachtung ist gefährlich und kann zu dauerhaften Schäden an den Augen oder an Kameras führen. Verwenden Sie daher stets einen geeigneten Sonnenfilter!
In Deutschland wird die Sonnenfinsternis am Abend als partielle Finsternis zu beobachten sein, die reizvoll in Horizontnähe stattfindet. Wie stark die Sonne vom Mond bedeckt wird und zu welchen Zeiten dies geschieht, hängt vom jeweiligen Standort ab. Nachfolgend finden Sie eine Karte sowie eine Tabelle mit den wichtigsten Zeiten und dem Grad der Bedeckung für ausgewählte deutsche Städte. Im Osten Deutschlands wird die Sonne zu etwa 85 % verdeckt, im Westen und Südwesten sogar zu rund 90 %.
| Ort | Bedeckung der Sonne | Beginn der Sonnenfinsternis MESZ | Zeitpunkt der maximalen Bedeckung MESZ | Sonnenuntergang [Ende der Finsternis] MESZ |
|---|---|---|---|---|
| Berlin | 84,9 % | 19:15 | 20:08 | 20:38 [20:58] |
| Düsseldorf | 88,2 % | 19:18 | 20:12 | 21:00 [21:03] |
| Frankfurt | 88,2 % | 19:19 | 20:13 | 20:49 [21:04] |
| Hamburg | 85,4 % | 19:13 | 20:07 | 20:54 [20:59] |
| München | 88,8 % | 19:23 | 20:15 | 20:32 [21:06] |
Daten von www.timeanddate.com
Von München aus beginnt die Sonnenfinsternis am frühen Abend kurz vor 19:30 Uhr (MESZ), wenn die Sonne noch etwa 10° über dem Horizont steht. Die maximale Verfinsterung – knapp 89 % der Sonnenscheibe – wird gegen 20:15 Uhr erreicht. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die Sonne nur noch etwa 2° über dem Horizont. Daher sollten Sie einen Beobachtungsplatz mit freier Sicht auf den Horizont wählen oder entsprechend an einen geeigneten Ort fahren. Die teilweise verfinsterte Sonne geht gegen 20:32 Uhr unter – nur rund 15 Minuten nach der maximalen Bedeckung. Der Mond gibt die Sonne zwar erst eine halbe Stunde später völlig frei, dann stehen beide jedoch bereits unterhalb des Horizonts. Auch wenn sich die Sonnenfinsternis dadurch nicht vollständig verfolgen lässt, bietet eine teilweise verfinsterte untergehende Sonne hervorragende Möglichkeiten für eindrucksvolle Landschaftsaufnahmen mit einem attraktiven Vordergrund.
Für eine sichere Beobachtung der Sonnenfinsternis im August bietet Celestron seine EclipSmart-Ferngläser für die Sonnenbeobachtung im Weißlicht an. Das Beobachten der Sonne mit beiden Augen ist besonders angenehm und entspannt. Diese preisgünstigen Ferngläser verfügen über ISO-zertifizierte, fest integrierte und nicht abnehmbare Sonnenfilter, die 99,999 % des sichtbaren Lichts sowie schädliche UV- und IR-Strahlung blockieren. Da die Sonnenfilter dauerhaft im Gehäuse integriert sind, können sie weder vergessen noch verloren werden. Dadurch sind die Ferngläser jederzeit einsatzbereit – auch für einen spontanen Blick auf die Sonne. Die Sonne erscheint in einem angenehm neutralen Weiß vor tiefschwarzem Hintergrund. Aufgrund der fest eingebauten Sonnenfilter eignen sich diese Ferngläser ausschließlich für die Sonnenbeobachtung. Beide Modelle bieten ein großes Sehfeld, sodass sich die Sonne schnell und ohne langes Suchen auffinden lässt.
Auch wenn der Produktname „EclipSmart“ vermuten lässt, dass diese Ferngläser ausschließlich für Sonnenfinsternisse gedacht sind, eignen sie sich selbstverständlich für die Beobachtung der Sonne zu jeder anderen Zeit. Damit können Sie die vollständige Sonnenscheibe betrachten sowie Sonnenflecken und Sonnenfleckengruppen bequem beobachten. Ebenso lassen sich die seltenen Planetentransite von Merkur und Venus vor der Sonnenscheibe verfolgen. Die Celestron EclipSmart-Ferngläser sind in zwei Ausführungen erhältlich:
EclipSmart 10x25 - Dachkant Sonnen-Fernglas (#821410 , € 59,- ) : Ein kompaktes Dachkantfernglas mit Abmessungen von nur 76 × 51 × 114 mm und einem Gewicht von lediglich 325 g. Dank der Brücke mit Doppelgelenk lässt es sich besonders platzsparend verstauen. Sein geringes Gewicht macht es zum idealen Begleiter auf Reisen. Mit einem Augenabstand von 10,5 mm und einem Sehfeld von 5,7° lässt sich die Sonne schnell und einfach auffinden.


EclipSmart 10x42 - Porro Sonnen-Fernglas (#821411 , € 119,- ) : Dieses Porroprismen-Fernglas besitzt bei gleicher 10-facher Vergrößerung eine größere Objektivöffnung von 42 mm und ermöglicht dadurch eine höhere Auflösung sowie eine detailreichere Sonnenbeobachtung. Aufgrund seiner größeren Bauform liegt es für viele Anwender besonders angenehm in der Hand. Das Fernglas misst 173 × 74 × 137 mm und wiegt 680 g – vergleichbar mit klassischen Naturbeobachtungsferngläsern. Es kann problemlos längere Zeit freihändig verwendet werden, für ausgedehnte Beobachtungen empfiehlt sich jedoch ein Stativ. Das entsprechende Stativgewinde befindet sich an der Vorderseite unter dem Celestron-Logo auf der Mittelachse. Das größere Modell bietet einen Augenabstand von 12,7 mm und eignet sich damit etwas besser für Brillenträger. Das Sehfeld beträgt 6° und ist damit geringfügig größer als beim kompakten Modell.


Beide EclipSmart-Ferngläser verfügen über BK7-Prismen und mehrfach vergütete Linsen, die ein kontrastreiches Sonnenbild liefern. Zur Ausstattung gehören außerdem eine Dioptrieneinstellung am rechten Okular, umklappbare Augenmuscheln, eine robuste Gummiarmierung sowie eine leichtgängige Mittelfokussierung. Im Lieferumfang enthalten sind eine Tragetasche, ein Trageriemen, ein Reinigungstuch sowie eine Bedienungsanleitung; beim 10x42-Modell zusätzlich Objektivschutzkappen. Jetzt ist der ideale Zeitpunkt, sich rechtzeitig vor der Sonnenfinsternis eines dieser Ferngläser zu sichern!
Wenn Sie die Sonnenfinsternis – oder zu einem anderen Zeitpunkt die Sonne und ihre Sonnenflecken – fotografisch festhalten und Ihre Aufnahmen mit Familie oder Freunden teilen möchten, geht das besonders leicht, wenn Sie ihr Smartphone mit dem besonders einfach zu montierenden und zu bedienenden Celestron NexYZ oder dem NexYZ DX Smartphone-Adapter-Kit (inklusive Bluetooth-Fernauslöser) kombinieren. Setzen Sie Ihr Smartphone in die Halterung des NexYZ ein und befestigen Sie den Adapter anschließend an einem Okular des Fernglases. Dank der präzisen 3-Achsen-Verstellung (x, y und z) lässt sich die Smartphone-Kamera exakt vor dem Okular ausrichten, sodass optimale Aufnahmen gelingen.
Für die Sonnenfotografie eignet sich besonders das EclipSmart 10x42, da es bereits über ein integriertes Stativgewinde verfügt und dadurch problemlos auf einem Stativ befestigt werden kann – eine wichtige Voraussetzung für scharfe Sonnenaufnahmen. Zur Montage wird ein Fernglas-Stativadapter wie der Fernglas Stativadapter für Porro und Dachkant-Prisma (#821487 , € 24,- ) oder Bino-Stronghold Fernglas-Halterung (#2450305 , € 22,- ) benötigt. Dieser ermöglicht die Befestigung auf einem geeigneten Stativ wie dem TrailSeeker Stativ (#820980 , € 169,- ) oder Premium-Stativ Regal (#820979 , € 299,- ) . Alternativ eignet sich auch die Alt/Az-Montierung mit Alu-Stativ (#820984 , € 139,- ) , deren manuelle Feintriebe für Höhe und Azimut das komfortable Nachführen der Sonne erleichtern. Nutzen Sie die Zeit bis zur Sonnenfinsternis, um sich mit Ihrer Ausrüstung vertraut zu machen und verschiedene Kameraeinstellungen auszuprobieren – so steht dem perfekten Erinnerungsfoto nichts mehr im Wege.



Alle Himmelsereignisse 2026
In unserer Himmelsvorschau für 2026 finden Sie ausführliche Informationen, mehrere Planetenoppositionen und bedeutende Meteorströme wie die Perseiden und Geminiden.
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.



