Mit dem Start in den zweiten Monat des Jahres präsentieren sich die vier hellsten Planeten des Sonnensystems in der zunehmenden Abenddämmerung, und mit einem Fernglas oder Teleskop können wir zusätzlich die beiden äußersten Planeten ebenfalls erspähen.
Der “Star” des Abendhimmels ist gewiss der Planet Venus, die als sehr heller Abendstern mit ~-4,6mag strahlt und im Februar ihre größte Helligkeit und ihre größte Höhe über dem Horizont erreicht. Im Teleskop erscheint sie als breite Sichel; wir sehen den Planet zu 37% beleuchtet und mit einem Durchmesser von 32 Bogensekunden. Bis Monatsende wächst ihr scheinbarer Durchmesser auf ~49 Bogensekunden, dafür wird sie zu einer immer schmaleren Sichel, wenn nur noch ~14% der uns zugewandten Seite des Planeten im Sonnenlicht liegen.
Der Februar bietet uns die Chance, die großen Wintersternbilder wie Stier, Orion und Fuhrmann noch ein wenig länger zu beobachten oder auch zu fotografieren. Nach Sonnenuntergang stehen sie prominent im Süden. Zu dieser Zeit Abend stehen außerdem die Sternbilder Kassiopeia, Perseus, Fuhrmann und Zwillinge hoch über unseren Köpfen.

Zwischen Kassiopeia und Perseus liegt h und Chi Persei, der berühmte Doppel-Sternhaufen, und im Fuhrmann erwarten uns die offenen Sternhaufen Messier 36, 37 und 38. Unterhalb des Fuhrmanns liegt der Stier mit den beiden berühmten Sternhaufen der Plejaden (Messier 45) und der Hyaden. Unterhalb des Stiers wiederum strahlen die Sterne des Orion. Unterhalb seiner auffälligen drei Gürtelsterne schimmert der Orion-Nebel, ein aktives Sternentstehungsgebiet. All diese prächtigen Objekte sind lohnende Ziele für jedes Fernglas und ein beeindruckender Anblick in größeren Feldstechern wie dem SkyMaster 15x70 (#821430 , € 139,- ) .
Mit fortschreitender Nacht wandern diese (Winter-)Sternbilder Richtung Westhorizont und machen die Bühne frei für die Sternbilder des Frühlings. Krebs, Löwe, Haar der Berenike und Jungfrau bereiten ihren Auftritt vor – und läuten damit den Beginn der Galaxiensaison ein, der wir uns in einem der nächsten Beiträge widmen.
Highlights am Nachthimmel im Februar 2025

- 1. Februar: Enge Begegnung von Mond, Saturn und Venus am Abendhimmel. Auch ein schönes Fotomotiv.
- 3. February: Enge Begegnung von Venus und Neptun (~4 Grad) am Abendhimmel
- 5. Februar: Mond im ersten Viertel
- 7. February: Venus in größter Höhe (36 Grad nach Sonnenuntergang) am Abendhimmel
- 9. February: Sehr enge Begegnung von Mond und Mars

- 12. Februar: Vollmond
- 16. Februar:
- Venus in größter Helligkeit mit einer scheinbaren Helligkeit von -4,6 mag
- 20. Februar Mond im letzten Viertel
- 20. Februar: Mond im letzten Viertel
- 28. Februar: Neumond
Im Fokus: Die Planetenparade und die Zwillinge
Diese Grafik zeigt den simulierten Nachthimmel beim Blick nach Süden am frühen Abend Anfang Februar...

Zu dieser speziellen Zeit können wir fast alle Planeten des Sonnensystems gleichzeitig sehen, nur der sonnennächste Planet Merkur fehlt. Im Westen sehen Sie den Ringplanet Saturn mit einer Helligkeit von ~1,7mag niedrig am Horizont stehen, während unserer innerer Nachbarplanet Venus mit ~-4,6 mag hell in seiner Nähe strahlt, nur ein Stück weiter östlich. Der sonnenfernste Planet Neptun (mit ~8,1mag) steht nur etwas weniger als vier Grad südöstlich der Venus. Am Abend des 1. Februar steht der schmale, zunehmende Mond zwischen Saturn und Venus – ein hübscher Anblick und ein schönes Fotomotiv. Um die Begegnung im Bild festzuhalten benötigen Sie lediglich eine DSLR oder spiegellose Kamera mit einem Standard- oder Zoom-Objektiv, oder sogar nur eine Handy-Kamera, die Sie mit einem Stativadapter auf ein Stativ wie das TrailSeeker Stativ (#820980 , € 169,- ) setzen. So können Sie in Ruhe mit verschiedenen kurzen Belichtungszeiten experimentieren, bis Sie ein Foto mit scharfen Sternen erhalten, ohne Strichspuren.
Weiter südlich, im Sternbild Stier in der Nähe des lockeren offenen Sternhaufens der Hyaden, strahlt mit Jupiter der größte Planet in unserem Sonnensystem mit einer Helligkeit von ~-2,5mag. Der sonnenferne Planet Uranus (Helligkeit ~5,9mag) ist in der Nähe von Jupiter zu finden, unterhalb des offenen Sternhaufens der Plejaden. Noch weiter im Osten steht schließlich der rote Planet Mars mit einer Helligkeit von ~-1,0mag im Sternbild Zwillinge.
Noch mehr über diese Planetenparade an unserem Abendhimmel und einige Bilder von diesen Planeten finden Sie in diesem kürzlich veröffentlichten Beitrag:
Winterliche Planetenkonstellation am Abendhimmel 17. Januar 2025 - Wer sich für unser Sonnensystem interessiert, kann sich in diesem Winter über eine außergewöhnlich schöne Konstellation freuen: Die vier hellsten Planeten sind mit dem bloßen Auge gleichzeitig am Abendhimmel sichtbar, und zwei weitere Planeten lassen… Weiter lesen
Da die Planeten gerade so gut zu sehen sind, können Sie für den Blick durch ein Teleskop zu den bei Planetenbeobachtern beliebten 1,25-Zoll-Okularen der X-Cel LX-Serie von Celestron greifen. Diese hochwertigen und preiswerten Okulare haben ein Eigengesichtsfeld von 60 Grad und sind in Brennweiten von 2,3 mm bis 25 mm erhältlich, sodass eine breite Palette an Vergrößerungen mit jedem Teleskop möglich ist. Sie bieten einen großen Augenabstand, sodass sie auch mit Brille bequem benutzt werden können, und sind außerdem parfokal, sodass beim Wechsel von einem X-Cel LX-Okular zum anderen nicht oder nur wenig nachfokussiert werden muss. Passende, achromatische 2x und 3x Barlowlinsen für scharfe, kontrastreiche Bilder ohne Farbfehler sind ebenfalls erhältlich.
Farbfilter, die in die Steckhülse des Okulars geschraubt werden, können die Sichtbarkeit von zarten Details auf den Planeten erhöhen. Das Celestron Okularfilter-Set, 1¼" (#820690 , € 59,- ) Set enthält vier Filter, die für die Planetenbeobachtung genutzt werden können, und bietet einen guten und günstigen Einstieg in die ernsthafte Planetenbeobachtung mit Filtern.
Wenden wir uns nun dem Sternbild Zwillinge zu.
Die Zwillinge liegen auf Platz 30 in der nach Größe sortierten Liste der Sternbilder und umfassen 514 Quadratgrad. Zehn ihrer Sterne tragen von der IAU anerkannte Namen, wobei Castor (Alpha Gem) und Pollux (Beta Gem) die hellsten sind. Obwohl Castor den normalerweise für den hellsten Stern reservierten griechischen Buchstaben Alpha trägt, ist Pollux um 0,5 Größenklassen heller. Das Sternbild liegt zwischen Stier und Krebs und direkt über dem auffälligsten Wintersternbild Orion. In den Zwillingen gibt es eine Reihe interessanter Beobachtungsziele, die öfter einmal zugunsten der benachbarten Sternbilder Stier und Orion übersehen werden. Hier ist unsere Auswahl:

M35 (NGC2168): Dieser ~5,3mag helle, offene Sternhaufen hat einen scheinbaren Durchmesser von ~28 Bogenminuten. Damit erscheint er an unserem Himmel etwa so groß wie der Vollmond. Sie können ihn schon mit bloßem Auge als Nebelfleckchen erspähen. M35 besteht aus etwa 300 Sternen. In einem kleinen Fernglas wie dem UpClose G2 10x50 - Porro (#824256 , € 62,- ) oder dem SkyMaster 12x60 (#821439 , € 129,- ) können etwa 15-20 Sterne aufgelöst werden, während die übrigen zu einem Schimmern verschmelzen, das erst im Teleskop in Einzelsterne aufgelöst wird.
NGC2158: In der Nähe von M35 (in etwa einem Vollmonddurchmesser Abstand) schimmert dieser kleine, kompakte offene Sternhaufen mit einer scheinbaren Helligkeit von ~8,6mag. Obwohl wir ihn in der Nähe von M35 sehen, ist er viel weiter entfernt, viel älter und steht in keiner Verbindung zu M35. Mit den beiden gerade erwähnten Ferngläsern können Sie beide gleichzeitig sehen, ebenso bei niedriger Vergrößerung in einigen Teleskopen.

NGC2392/Caldwell 39: Dieses wegen seines Aussehens auch als Eskimonebel bekannte Beobachtungsziel ist ein bipolarer planetarische Nebel mit zwei Gashüllen, die sich unterschiedlich schnell ausdehnen. Er wurde erstmals von William Herschel beschrieben. Er hat einen Durchmesser von knapp 50 Bogensekunden und eine große Oberflächenhelligkeit, sodass er bei einer scheinbaren Helligkeit von ~9,2mag schon in einem Fernglas wie dem UpClose G2 10x50 - Porro (#824256 , € 62,- ) gefunden werden kann. Seine blaugrüne Färbung fällt bereits in kleineren Teleskopen wie einem StarSense Explorer LT 80AZ (#822101 , € 269,- ) oder Celestron StarSense Explorer 130mm Tabletop Dobson (#822126 , € 599,- ) auf, während sein Zentralbereich nach mittleren bis hohen Vergrößerungen verlangt. Der lichtschwache äußere Halo, der manchmal als die "Kapuze des Eskimos" gedeutet wird, kann in Teleskopen mit mindestens 150mm-200mm Öffnung aufgelöst werden; mit größeren Teleskopen können Sie dann auch die unterschiedlich hellen Bereiche erkennen und fotografieren. Ein OIII-Filter kann bei der Beobachtung dieses Nebels (und anderer planetarischer Nebel) hilfreich sein.

IC443: In der Nähe des Sterns Eta Geminorum liegt dieser ~30,000 Jahre alte Supernovaüberrest, der einen ausgeprägten "Kopf" mit zahlreichen "Armen" hat, die er hinter sich herzuziehen scheint. Damit erinnert er an eine Qualle, sodass er auch als Quallen-Nebel bekannt ist. Seine Beobachtung ist eine Herausforderung, da er sehr schwach ist, und setzt idealerweise ein großes Teleskop (z.B. [product sku="820176X"”"), einen dunklen Himmel und einen OIII-Filter voraus.
Abell 21/Sharpless 2-274: Nahe der Grenze zwischen Zwillingen und Großem Hund finden Sie diesen planetarischen Nebel, der 1955 von dem amerikanischen Astronomen George Abell entdeckt wurde. Der Nebel ist auch als Medusa-Nebel bekannt, da die Ausläufer des Nebels den Haaren der Gorgone Medusa ähneln. Er hat eine scheinbare Größe von ca. 11 Bogenminuten und nur eine geringe Oberflächenhelligkeit. Damit ist er ein Ziel für Teleskopen mit mindestens 200 mm Öffnung. Bilder, die durch Teleskope ähnlicher Größe aufgenommen wurden, zeigen den Nebel im Detail.
Alle Himmelsereignisse 2025
In unserer Himmelsvorschau für 2025 finden Sie ausführliche Informationen zur totalen Mondfinsternis, mehreren Planetenoppositionen und bedeutende Meteorströme wie die Perseiden und Geminiden.
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.

