Im Dezember nähern wir uns unausweichlich dem Jahresende – und wieder ist das Jahr erstaunlich schnell vergangen! 2025 gab es eine Reihe interessanter Ereignisse, darunter eine partielle Sonnenfinsternis im März, mehrere interessante Kometenbesuche wie den Kometen C/2025 A6 Lemmon sowie eindrucksvolle Polarlichterscheinungen. Was wird uns 2026 erwarten? Wir werden bald einen Artikel über die bevorstehenden Ereignisse im Jahr 2026 veröffentlichen.
Nach Sonnenuntergang, wenn der Himmel dunkler wird und man nach Westen blickt, sind noch die spätsommerlichen Sternbilder Schwan (Cygnus), Leier (Lyra) und Adler (Aquila) zu sehen, die sich langsam dem Horizont nähern und erst im nächsten Sommer wieder den Abendhimmel dominieren werden. Die Herbststernbilder Pegasus, Andromeda und Perseus sind im südlichen und östlichen Teil des Himmels sichtbar. Auch der Ringplanet Saturn zeigt sich im Südosten. Hier gibt es wunderschöne Objekte zu beobachten und zu fotografieren, wie den Doppelsternhaufen im Perseus und die Andromedagalaxie. Diese Himmelsobjekte bleiben noch einige Stunden bis spät in den Abend hinein sichtbar. Mit fortschreitender Nacht gehen die Wintersternbilder auf und bestimmen bis in die frühen Morgenstunden hinein das Himmelsgeschehen. Die untenstehende Abbildung zeigt den Nachthimmel über München um Mitternacht Mitte Dezember.
Gegen Mitternacht sind die Sommersternbilder bereits verschwunden, und die Herbststernbilder sinken zum Horizont hinab, um Platz zu machen für die markanten Wintersternbilder Zwillinge (Gemini), Stier (Taurus), Großer Hund (Canis Major) und natürlich das wohl bekannteste Wintersternbild: Orion.
Die Milchstraße, unsere Heimatgalaxie, verläuft durch Fuhrmann (Auriga), Zwillinge (Gemini), Orion und weiter hinab durch das Einhorn (Monoceros) bis in den Großen Hund (Canis Major), wo auch der hellste Stern am Nachthimmel, Sirius, zu finden ist. Wenn Sie mit handlichen Ferngläsern wie dem
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, deren geringe Vergrößerung und großes Gesichtsfeld ideal sind, langsam und geduldig diese Region erkunden, eröffnet sich Ihnen ein wahrhaft atemberaubender Blick auf unsere Galaxie.

Der bekannte Orionnebel – Messier 42 – befindet sich direkt unter den drei Sternen, die den Gürtel des Orion bilden. Er ist ein großes Sternentstehungsgebiet in etwa 1400 Lichtjahren Entfernung. Mit bloßem Auge erscheint er lediglich als leicht verschwommener Fleck, doch bereits in Ferngläsern wie den oben genannten oder dem SkyMaster 15x70 (#821430 , € 139,- ) zeigt er sich als beeindruckendes, leuchtendes Nebelgebiet.
Es gibt viele weitere faszinierende Objekte – nicht nur im Orion, sondern auch in den umliegenden Wintersternbildern wie Zwillinge (Gemini), Stier (Taurus), Einhorn (Monoceros) und Großer Hund (Canis Major) –, die sich hervorragend zum Beobachten und Fotografieren eignen. Wir werden uns diese Region im nächsten Monat genauer ansehen.
Blickt man um Mitternacht nach Osten, erscheinen die Frühlingssternbilder Krebs (Cancer), Löwe (Leo) und Haar der Berenike (Coma Berenices).
Ein Blick auf die Planeten:
- Merkur ist am Morgenhimmel sichtbar und erreicht bei Sonnenaufgang seine größte Höhe von etwa 15 Grad, bei einer Beleuchtung von rund 54 %.
- Venus steht sehr tief über dem südöstlichen Horizont, geht kurz vor Sonnenaufgang auf und befindet sich zu Monatsbeginn in der Nähe von Merkur.
- Jupiter geht bereits am frühen Abend auf, ist die ganze Nacht über sichtbar und steht bei Sonnenaufgang noch etwa 20 Grad hoch.
- Saturn zeigt sich nach Einbruch der Dunkelheit in rund 30 Grad Höhe im Osten und bleibt bis kurz vor Mitternacht sichtbar.
Highlights am Nachthimmel: Dezember 2025

- 4. Dezember: Sehr enge Begegnung von Mond und Plejaden am Morgenhimmel gegen 03:00 Uhr.
- 5. Dezember: Vollmond und Merkur in größter Höhe am Morgenhimmel
- 7. Dezember: Enge Begegnung von Mond und Jupiter
- 8. Dezember: Merkur in größter westlicher Elongation am Morgenhimmel
- 11. Dezember: Letztes Viertel des Mondes
- 14. Dezember: Maximum des Geminiden-Meteorstroms
- 18. Dezember: Enge Begegnung von sehr dünner abnehmender Mondsichel und Merkur (~7 Grad) tief im südöstlichen Morgenhimmel
- 20. Dezember: Neumond
- 21. Dezember: Wintersonnenwende auf der Nordhalbkugel
- 26. Dezember: Enge Begegnung von Mond und Saturn (~4 Grad) am Abendhimmel
- 27. Dezember: Mond im ersten Viertel
- 31. Dezember: Enge Begegnung von Mond und Plejaden (~2 Grad) nach Sonnenuntergang – und das Ende des Jahres 2025!
Wenn Sie Hilfe bei der Auswahl oder Verwendung eines Celestron-Teleskops oder -Zubehörs zur Beobachtung des Nachthimmels benötigen, wenden Sie sich bitte an einen unserer autorisierten Celestron-Händler, der Ihnen gerne Ihre Fragen beantwortet.

